Wer ist denn nun das Vorbild der Australier? Das englische Mutterland, deren Oberhaupt - die Königin - auch nach 100 Jahren Republik immer noch auch das australische Staatsoberhaupt ist? Oder doch ein wenig mehr die Amerikaner? Überhaupt: Wie unterschieden sich die Aussies von der "Great Nation" zwischen Atlantik und Pazifik, die über das zehnfache der Einwohner Australiens hat?

Einer der heftigsten Diskussionen auf dem Schwarzen Brett im Jahre 2001 war eine Auseinandersetzung über die Frage was denn nun besser sei - ein Urlaub in den Vereinigten Staaten oder in Australien. Da stiessen die Vorurteile heftig aufeinander und eine ganze Reihe von Klischees wurden ausgetauscht. Ein kleines bisschen Wahrheit ist dran. Trotzdem sollten Sie die nachfolgende Gegenüberstellung eher als Beitrag empfinden, der mit einem Augenzwinkern geschrieben wurde. Ganz nebenbei spiegelt die Seite auch ein kleines bisschen den fröhlichen "Streit" der beiden Redaktionen von dlp wider: Die Chefredakteure von AUSTRALIEN-INFO.DE und US-INFOS.DE führen die Diskussion um "das beste Urlaubsziel von allen" zuweilen ebenfalls leidenschaftlich. Das Ergebnis ist meistens unentschieden.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass diese Diskussion vor den Terroranschlägen des 11. September 2001 stattfand


Australien AUS oder USA USA?



Die Provokation

Mit diesem Eintrag auf dem Schwarzen Brett fing alles an: "Ausser Sydney, Ayers Rock und Barrier Reef kann man Australien in den Acker treten. Warum wird darum nur so ein Hype gemacht? In USA gibts 100 mal mehr zu sein und die Distanzen sind 10 mal kleiner. Im Aussiland wird jeder kleine Stein (z.B. Devils Marbles, Wave Rock) zur super Tuoristenattraktion erklärt, weil es sonst halt nix gibt. Und in die Steinwüste hocken kann ich mich auch in Marokko oder eben in USA."

USA - alles nur oberflächlich?

Diese Aussage konnte ntürlich von den Australien-Fans nicht unwidersprochen bleiben. Was nervt also manche Australien-Fans im Vergleich zu den USA? Nach dem "Pauschalangriff" sprudelten nur so die Klischees. Wir haben mal einige heraus gegriffen an denen auch ein Körnchen Wahrheit ist.
  • Viele Amerikaner sind furchtbar oberflächlich. Sie lächen dich vorne an ("Oh, it's so good to see you".) und kaum bist Du aus dem Raum hast Du das Messer im Rücken. Auf ein "How are you" erwarten Sie alles - nur keine ehrliche Antwort.
  • Das Haben bestimmt zu oft das Sein - reflektiert in der verbreiteten Einstellung "Mein-Haus-Auto-Boot-ist-groesser-als-Deins".
  • In ihrer "Splendid Isolation" beanspruchen Amerikaner zu oft eine Meinungsführerschaft und tendieren zur Arroganz. Immer wieder lassen sie durchblicken, dass Sie die besten und die klügsten sind.
  • Vom Rest der Welt haben viele US-Bürger nur wenig Ahnung. Bezeichnend, dass ein Popsternchen wie Britney Spears keine Ahnung hat wo Australien liegt, noch viel schlimmer, dass der Präsident Bush zum Beginn seiner Amtszeit auch die Geographiekenntnisse eines 6jährigen hatte.
  • Der Rest der Welt ist ihne zuweilen im Rahmen des "America First Gedankens" Sch... egal: Der Ausstieg aus den Klimabeschlüssen, wiederspricht zwar jedem gesunden Menschenverstand, ist aber in USA mehrheitsfähig.
  • Zweifelhafte snobistische Einrichtungen wie beheizte Hauptstrassen im Skigebiet (wie um Beispiel in Aspen)...
Wir betonen nochmals, dass es sich hierbei bewusst um pointierte Aussagen handelt.

Das "Aussie-Feeling"

Es gibt Tausende von Gründen die für dieses oder jenes Ziel sprechen (Kosten, Flugzeit, Klima, "giftige" Tiere). Ja, und was sind die Argumente pro Australien - ausser einer Seite wie AUSTRALIEN-INFO.DE die ja auch eine Hommage an dieses Land ist? Landschaftlich haben beide Länder sehr viel reizvolle Ecken.

Australien besteht nicht nur aus Rock, Reef und Opera. Vielleicht mag es etwas länger dauern, bis man vom Australienvirus infiziert ist. Das mag aber auch daran liegen, dass die US-Kultur und die Bilder von Marlboro - korrigiere - Monument Valley eben in den deutschsprachigen Ländern allgegenwärtig sind. Mit Indianer-Spielen wachsen die Kinder auch in Europa auf. Die Fernsehserien drehen sich um Strassen von San Francisco, Krimis und Soapserien spielen auf Hawaii (Magnum, Baywatch) in Florida oder New York usw. In unseren Gedanken waren wir dank Hollywood & Co. alle schon mal da - in USA.

Ganz anders Australien: In den Tageszeitungen kommen Meldungen über Australien meist nur ein- bis zweimal in der Woche. Häufig sind es dann Boulevard-Meldungen über Krokodil- oder Haiattacken oder andere Kuriosa. Einige australische Filme wie "Crocodile Dundee" oder "Prisciall - Queen of the Desert" sind da seltene Ereignisse im Vergleich zur amerikanischen Dauerpräsenz auf europäischen Leinwänden. Also was löst diesen "Australien-Virus" aus?

  • Die Lebensart der Australier: Sie ist ein bisschen kalifornisch, beeinflusst aber auch von vielen sudeuropäischen und asiatischen Elementen.
  • Eine Kombination von Humor und Gastfreundschaft: Australier sind stolz auf ihr Land, respektieren aber auch andere, können herzhaft über sich selbst lachen und heissen jeden Besucher ehrlich willkommen. Australier sind in dieser Beziehung den Kanadiern sehr ähnlich, vielleicht liegts am stärkeren englischen Einschlag als in den USA.
  • Und wenn man mal keinen Aussie sehen will: Man kann wirklich tagelang fahren ohne eine Menschenseele zu treffen.
  • Last, but not least - eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt. So mancher reist nach Australien eben gerade weil dort die Koalas, Wombats und Kängurus zuhause sind.
Auch Amerika besteht nicht nur aus New York, Grand Canyon oder Florida. In US-INFOS.DE können Sie sich ausgiebig davon überzeugen.

Kleinigkeiten

Manchmal sind es aber auch die Randfaktoren: Zum Beispiel die Einreiseprozedur in USA und Australien. Kann man wohl am besten beurteilen wenn man es mal selbst erlebt hat. Nicht umsonst gibt US-INFOS.DE spezielle Tipps welche Airports sich am bequemste für die Einreise eignen.

Fazit

Ein Land lässt sich nicht nur daran zu messen, was es an touristischen Seenswürdigkeiten zu bieten hat. Die Wertigkeit läßt sich letztlich am besten daran festmachen, welche Prioritäten der einzelne Reisende hat und welche Träume er ganz persönlich in seinen Urlaub hineinprojiziert. "No place ist perfect, but may find one that you will like for all its good and bad things."

Eigentlich ist es völlig egal ob sie "AUS" (australien-info.de) oder "USA" (us-infos.de) favorisieren: Sie landen immer - wenn Sie es wünschen - bei dlp. Und werden von uns - hoffentlich - umfassend informiert, auch über die gängigen Klischees hinaus.


 
 
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