Australien-Feeling kann man sich auf die unterschiedlichste Art und Weise holen. Durch Reiseberichte in Büchern oder auf Videos und DVDs, durch australisches Essen, das Treffen mit anderen Australien-Fans oder durch ein Spiel, dass sich thematisch mit dem fünften Kontinent beschäftigt.

Die Auswahl erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgrund der häufigen Änderungen können wir für die nachfolgenden Angaben leider keine Gewähr übernehmen.

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Spiel Uluru

aus Deutschland
empfehlenswert
Ein Spiel aus dem Kosmos-Verlag hat unsere Aufmerksamkeit geweckt: Uluru hat den bekannten Felsen Australiens im Stil einer Aboriginal-Malerei auf dem Titel. Die Spielfiguren sollen Vögel aus der Traumzeit sein. Wir haben das Spiel mit zwei der größten Australien-Experten im deutschsprachigen Raum, Katrin und Henno Drecoll, getestet. Die Drecolls haben in Australien schon über 250.000 km zurückgelegt und dürften mit ihren Multivisionsshows zu Australien, die sie im deutschsprachigen Raum vorführen, wohl bald auch eine vergleichbare Zahl an Zuschauern für Australien begeistert haben.

Die Spielidee selbst ist vergleichsweise einfach zu verstehen: Rund um den roten Felsen sollen in kurzer Zeit Spielfiguren platziert werden. Welche Figur wohin zu setzen ist, wird durch entsprechende Anweisungen zufällig ausgesuchter Karten vorgegeben. So kann es vorgegeben sein, dass eine Spielfigur nur bestimmte Felder selbst belegen kann oder bestimmte andere Figuren als Nachbar oder Gegenüber gefordert sind. Manche Anweisungen können sich auch widersprechen. Auch das gilt es zu erkennen.

Letztlich geht es darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele der Anweisungen zur Positionierung der Spielfiguren zu erfüllen. Dabei haben neue Spieler zunächst ein wenig Probleme, die Farben der Spielfiguren mit den Farben der Figuren auf den Karten zusammenzubringen, da die Farben der Spielfiguren anders ausfallen als die Farben auf der Karte. Nach einigen Spielrunden hat man sich aber dran gewöhnt. Das Spiel wird vor allem diejenigen begeistern, die gerne knobeln und kombinieren. Der Faktor Zufall spielt bei Uluru eine untergeordnete Rolle. Der Bezug zu Australien ist vergleichsweise gering. Man kann sich auch andere Geschichten vorstellen, die die Basisidee des Spieles tragen könnten. Die Gestaltung von Spielfeld und Spielmaterialien ist ansprechend, aber nicht ganz selbsterklärend.

Reizvoll ist, dass man das Spiel auch alleine spielen kann. Fazit: Ein nettes Spiel, wie ausgeschrieben geeignet ab 8 Jahren. Der Bezug zu Australien ist nicht überwältigend, doch könnte es manchen dazu motivieren, sich damit zu beschäftigen welche Rolle die Traumvögel und ihr heiliger Berg Uluru für die australischen Ureinwohner in ihrer Mythologie haben.

Kookaburra Spiel

aus Deutschland
empfehlenswert
Der Spiele-Hersteller wirbt mit dem Slogan "Fast so gut wie ein Urlaub in Australien!" Vielleicht eine kleine charmante Übertreibung. Aber ganz unrecht hat er nicht: Wer das 2003 in Essen auf der Spielemesse erstmals vorgestellte "Kookaburra Spiel" spielt, beschäftigt sich zumindest intensiv mit Australiens Tierwelt. Wir haben dieses Spiel im Januar 2005 unter anderem durch Aurelia Peyer (13) einmal testen lassen.
  • Mindestalter: Der Hersteller gibt als Mindestalter Kinder ab 4 Jahre an. Nach Erfahrung der Redaktion macht das Spiel mit älteren Kindern aber noch deutlich mehr Spass.
  • Mitspieler: Das Kookaburra-Spiel kann von zwei bis vier Personen gespielt werden.
  • Spielfeld: Man darf es getrost als Kunstwerk bezeichnen - es gibt zwei Spielvarianten: Eine Cartoon-Version mit grafisch klarer Aufteilung, die der Hersteller für das Spielen mit Kindern empfiehlt. Version zwei dagegen präsentiert ein Kunstwerk im Stil der Aboriginal People - gestaltet von einem der bekanntesten Künstler der Gegenwart Australiens - Darren Ritchie.
  • Spielmaterial: Fünf Tiere (Krokodil, Schnabeltier, Koala, Kookaburra und Känguru) in vier Farben (rot, grün, blau und gelb).
  • Spielanleitung: Verständlich verfasst.
  • Spieldauer: Bei vier Spielern zirka 90 Minuten.
  • Spielcharakter: Eher ein Strategie- als ein Glücksspiel. Im Vergleich zum klassischen Mensch-ärgere-dich-nicht weitaus mehr mehr Handlungsmöglichkeiten.
  • Verpackung: vergleichsweise handlich (24 x 24 x 5,5 cm). Erfreulich: Die relative kompakte Verpackung steht im Kontrast zu vielen "Luftschachteln", die unnötig viel Platz weg nehmen.

Das Spiel erhielt seinen Namen von einer australischen Eisvogelart, die auch als "Lachender Hans" bezeichnet wird. Australien-Reisende kennen das Gelächter des früh morgens bereits hellwachen Kookaburras. Dieses schadenfroh klingende Lachen wird auch in einigen Volksliedern thematisiert. In diesem Spiel geht es darum, unter dem Schutz des Kookaburras auf schnellstem Wege möglichst alle fünf Tiere heil durch den australischen Busch zu bringen. Jedes Tier hat seine Eigenarten und Fähigkeiten, die es zu berücksichtigen gilt. Ein paar Beispiele zur Rollenverteilung in diesem Spiel:
  • Krokodile fressen andere Tiere, die dann wieder an den Start zurück müssen und zwei Krokodile liefern sich einen Krokodilkampf.
  • Der langsame Koala darf nur auf Feldern mit Eukalyptusblättern voran kommen.
  • Schnabeltier und Krokodil können durch Flüsse abkürzen.
  • Das Känguruh kann mit seinem geräumigen Beutel sogar Taxidienste für andere Tiere vornehmen.
  • Der Kookaburra wiederum kann überall hinfliegen um andere Tiere vor dem Krokodil zu beschützen

Rezension von Spiele-Testerin Aurelia Peyer (13) aus dem Januar 2005

Das Spiel ist lehrreich, da es naturgetreu ist: der Koala kann nur auf Eukalyptusblättern laufen, das Krokodil und das Schnabeltier können an einer Stelle eine Abkürzung durch den Fluss nehmen, das Krokodil kann Tiere auffressen, diese Tiere müssen dann von vorne anfangen. Das Känguru kann Tiere mitnehmen, der Kookaburra kann Tieren zur Hilfe eilen und der Spieler muss am Schluss für den Kookaburra lachen.

Das Spielbrett ist beidseitig benutzbar. Auf der einen Seite sind typische, australische Muster zu sehen, auf der anderen Seite ist das Design modern. Die Spielfiguren sind sehr schön gestaltet, bis auf die Farbe sehen sie so aus wie in Wirklichkeit.

Das Kookaburraspiel erinnert an ein weiter entwickeltes Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit australischen Tieren und Eigenschaften. Es macht viel Spaß und scheint für Spieler ab 8 Jahren geeignet zu sein. Für die Spielvorbereitung und die Spielregeln braucht man ca. 15 Minuten, das Spiel selbst benötigt etwas mehr Zeit, man sollte sich ca. 45 bis 90 Minuten Zeit nehmen. Wenn mehr als zwei Spieler mitspielen steigt der Spielspaß, ohne dass es ein typisches Partyspiel wäre. Man spielt es gerne mehrmals.


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