Die Auswahl erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Aufgrund der häufigen Änderungen können wir für die nachfolgenden Angaben leider keine Gewähr übernehmen. Bitte teilen Sie mit, wenn Sie Verbesserungs- und Ergänzungsvorschläge haben. Vielen Dank.


Allgemeiner Überblick



Wildes Australien

aus Deutschland
empfehlenswert [BBC]
6 x 45 min Die sechsteilige BBC-Dokumentation über die Naturwunder Australiens "Wildes Australien" war bereits einige Mal in den dritten Programmen der ARD zu sehen. Gedreht wurde die Dokumentation ab 1996. Vorgestellt wird Australien in dieser umfassenden Dokumentation mit zum Teil spektakulären Tieraufnahmen, Bildern aus der Luft und vielen Hintergrundinformationen. Die Dokumentation geht auf typisch australische Tiere (Kängurus, Koalas und Kookaburras, Gleitbeutler, Wallaby und Emu, Kasuar und Schnabeltier, Tasmanischer Teufel und Süßwasserkrokodil) genau so ein wie auf die Naturereignisse (Stürme, Blitzschlag, Überschwemmungen, Feuer- und Dürrekatastrophen). Auch die Geologie kommt nicht zu kurz. Porträtiert werden u.a. der Uluru (Ayers Rock), die ausgedehnten Feuchtgebiete des Top End, die Eiswüsten der Snowy Mountains, die weiten Sanddünen der Simpson Desert oder das fruchtbare Tiefland des Murray River sowie das Great Barrier Reef, das größten lebende Gebilde der Welt.

Folge 1 : Im wilden Australien

Die Vielfalt Australiens umfasst üppige tropische Regenwälder genauso wie ausgedehnte Sumpfgebiete und das trocken-heiße Landesinnere. Diese einzigartige Tierwelt und Pflanzenwelt verdankt Australien der Tatsache, dass es lange in Abgeschiedenheit existierte. Dieser Filmbeitrag eröffnet einen Einblick in die Naturwunder Australiens und erklärt, wie die außergewöhnliche Vergangenheit und die moderne Umwelt des Kontinents miteinander korrespondieren.

Folge 2 : Das heiße Herz Australiens

Im Laufe seiner Entstehungsgeschichte wurde Australien immer trockener und heißer, und heute bestehen zwei Drittel des Kontinents aus Wüsten. Dieser Film beschäftigt sich mit den besonderen Tieren und Pflanzen des heißen Landesinneren, des sogenannten Outbacks, mit seinen Landschaften und Bewohnern und erklärt, wie aus den üppigen Regenwäldern von einst diese unerbittliche Wüstenlandschaft werden konnte.

Folge 3 : In den Tiefen vor Australien

Die warmen tropischen Gewässer sind einzigartig auf der Welt: Das bekannte Great Barrier Reef an der Ostküste ist das größte Korallenriff der Welt, und das unbekanntere Ningaloo Reef an der Westküste ist die Heimat der Walhaie, der größten Fische der Welt. Doch außer Korallenriffen hat Australien noch mehr zu bieten: die akrobatischen Delfine und geheimnisumwitterten Dugongs von Shark Bay, oder Haie, die spektakuläre Fischformationen angreifen.

Folge 4 : Im Land des Eukalyptus

Die augenfälligste Erscheinung hier ist ein Baum, der die Landschaft dominiert - der Eukalyptus. Dieser Film beschäftigt sich mit dem Charakterbaum Australiens, mit den unterschiedlichen Landschaften, in denen er wächst und mit der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt, die neben und wegen des Eukalyptus existiert.

Folge 5 : Neuseeland

Folge 6 : Neue Zeiten für Koala,...

Die Umsetzung der Dokumentation auf DVD ist leider nicht allererste Güteklasse, wie man das ansonsten unter der Marke "BBC" erwarten dürfte. Leider hat man wohl die Synchronfassung des ORF verwendet, die im Vergleich zur ARD-Synchronisation doch eher behäbig und wenig emotional wirkt. Die Bildqualität ist gut bis befriedigend. Wer die gleiche Qualität wie bei "Planet Erde" erwartet wird leider enttäuscht. Bis eine "Panet Erde" vergleichbare Produktion auch mal über Australien vorliegt (liebe Produzenten das ist eine Marktlücke! Wer bringt die HD Blue-Ray mit Bildern wie sie diese Dokumentation liefert nur "besser"?) ist diese DVD wohl eine reizvolle aber nicht restlos begeisternde Wahl.

Der fünfte Kontinent: Welt der Wunder.

aus Deutschland
empfehlenswert [ADAC]
ca. 60 min
Vorgestellt wird die Olympiastadt Sydney und eine romantische Fahrt mit einem alten Postschiff. Die grandiose Schönheit der Blue Mountains und der magische Zauber des Ayers Rock. Sie sehen die phantastischen Felsformationen im Kings Canyon und das muntere Leben auf einer Farm im Outback. Ausserdem zeigt der Film die Naturwunder des Kakadu National Park und die bunte Unterwasserwelt des Great Barrier Reef.


Australien

aus Deutschland
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noch nicht bewertet [Golden Globe]
ca. 60 min
10.000 Jahre lebten die Aborigines in ihrer "Traumzeit" - unentdeckt, bis mit den Segeln der weißen Entdecker der Traum zu Ende war. Der 5. Kontinent hatte seinen Platz auf dem Globus von heute gefunden. Die mit dem Klima wechselnden Landschaften sind faszinierend: Die grünen fruchtbaren Küstengürtel im Osten und Süden, die Halbwüsten und Sandwüsten des Outbacks und die Regenwälder der Tropen und Subtropen beherbergen eine auf der Welt einmalige Flora und Fauna. Die Film-Dokumentation beginnt im Süden mit der Metropole Sydney und den Blue Mountains. Rund um Melbourne finden sich Kukkaburras im Gebirgsstock der Grampians und Pinguine auf Phillip Island. Rund um Südaustraliens Hauptstadt Adelaide liegt das weltbekannte Weinanbaugebiet Barossa Valley und die wilde Natur von Kangaroo Island sowie die Flinders Ranges. Von dort aus geht die Reise weiter in das trockene, heiße Outback in die Opalsucher-Stadt Coober Pedy und zum sagenumwobenen Ayers Rock. Der Norden Australiens präsentiert sich mit einem roten Zentrum Australiens Alice Springs und dem Kakadu Nationalpark. Queensland glänzt mit der Unterwasserwelt des Barrier Reef. Im Westen Australiens führt die Fahrt durch die endlose Nullbor Plain nach Perth bis zu den Naturwundern der Pinnacles. Die größten Fische, die Walhaie, kreuzen vor der Küste von Exmouth, dem westlichsten Zipfel von "Down under".


Australien Nationalparks

aus Deutschland
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empfehlenswert [Golden Globe]
ca. 60 min
Dichte Urwälder voller Leben, karge Sand- und Steppenwüsten, die wie Mondlandschaften anmuten: Australien beherbergt in seinen Nationalparks eine erstaunliche geologische Vielfalt. Jeder Park hat seinen eigenen Charme und seine individuelle Geschichte. Zusammen präsentieren sie ein faszinierendes Bild Australiens. Uralt sind die Wälder des Daintree Nationalparks an der Nordküste. Unter dichten Baumkronen leben im gedämpften Licht verschiedenartige farbenfrohe Vögel. eine faszinierende Unterwasserwelt bietet das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt. Wilde Buschpferde bahnen sich ihren Weg durch den Kosciusko Park, die weiße Wildnis der australischen Alpen. Die Hochplateaus eröffnen ein wunderbares Panorama über eine Welt , die von bitterkalten Wintern und drückend heißen Sommern geprägt ist. Durch seine majestätische Schönheit bezaubert das Hochland West-Tasmaniens seine Besucher. Im Kakadu Nationalpark, in dem Salzwasserkrokodile zu Hause sind, stoßen Sie auf imposante Wasserfälle, die Twin Falls und die Jim Jim Falls. berühmt ist der Park auch durch seine mehr als 20.000 Jahre alten Felsmalereien der Aborigines, der Ureinwohner Australiens. Schaurig-schön wirkt der Ayers Rock im Uluru Park.


Sommerreise von 'SF Spezial' - Von Sydney nach Darwin (10 Folgen)

aus Deutschland
sehr empfehlenswert
Das Schweizer Fernsehen hat sich einen Namen mit grossen TV-Reportagen gemacht. Immer im Sommer steht ein Schwerpunktthema an. 1999 hiess das Projekt "Australien"

• Ein Jahr vor den Olympischen Sommerspielen ging die Reise von Sydney über Broken Hill, das Red Center, Perth und das nördliche Outback bis Darwin gehen. Präsentiert wird die Sendung von Kurt Schaad und Monika Schärer.

• Der grosse Teil der Fernsehreise führt durch den spärlich bewohnten Teil des Landes, im riesigen "Hinterland" Australiens: im Outback. Dabei kommt es zu Begegnungen mit Menschen, die häufig isoliert leben und ihre eigene Form von Gemeinschaft geschaffen haben. Und die die frohen und rohen Launen der Natur stark zu spüren bekommen. Natur und Tiere und ihre Bezüge zum Menschen spielen in jeder Sendung eine Rolle. Thematisiert werden: Wüste, Wasser, Wirbelstürme, Waldbrände, Wein, Wildkatzen, Kamele, Känguruhs, Schafe, Delfine und vieles andere mehr.

• Zentrales Thema ist das Zusammenleben von weissen und schwarzen Australiern . Beide Kulturen sind sich grundsätzlich eher fremd. Weltanschauliche Fragen werden höchst verschieden beantwortet. Die Lebensweisen der seit rund 50'000 Jahren in Australien lebenden Ureinwohner - der Aborigines - und der seit erst zweihundert Jahren hier siedelnden Weissen könnten unterschiedlicher nicht sein. Ansätze zum friedvollen Zusammensein sind vielerorts gegeben, die Gegensätze zwischen Schwarz und Weiss scheinen aber vielen unüberwindbar.

• Die Reise beginnt in Sydney und führt in der ersten Woche westwärts nach Broken Hill, Birdsville, durch die Simpson Wüste nach William Creek, Coober Pedy, Alice Springs und Uluru (Ayers Rock). In Folge 6 -10 führt der Trip in die Goldgräberstadt Kalgoorlie, in die Weingegend von Margaret River, nach Perth, dann der Westküste Australiens entlang nach Monkey Mia und Exmouth und von dort in die Perlenstadt Broome. Auf der legendären Gibb River Road zog das Fernsehteam weiter durch die wild-romantische Kimberley-Gegend nach Kununurra und von dort nach Victoria River Downs und Katherine. Das Abenteuer endete in Darwin.

Alle Folgen haben wir ausführlich auf einer Sonderseite beschrieben!


Reiseberichte





What a trip - Around Oz

aus Deutschland
empfehlenswert [Maximilian Semsch]
2 DVDs mit 9 Folgen zu je 30 min
Maximilian Semsch umrundete von Januar bis Juli 2012 Australien mit dem E-Bike auf dem National Highway 1. Start zur 16.000 km langen Tour war an Neujahr 2012 an der Oper in Sydney. Kein ganz einfaches Unterfangen, schließlich fiel seine Reise im Norden mitten in die Regenzeit und damit in eine Phase in der alles andere als optimale Wetterverhältnisse herrschen. Die Route führte Semsch von Sydney über Melbourne zur Great Ocean Road nach Adelaide. Weiter durch die einsame Wüste der Nullarbor Plain nach Perth, entlang der Westküste nach Darwin, dem nördlichsten Punkt der Reise. Anschließend durch den Kakadu Nationalpark weiter nach Queensland, die Ostküste entlang nach Brisbane und schließlich entlang der Gold Coast zurück nach Sydney.


Geschichte





Höllenfahrten - Meuterei auf der Batavia

aus Deutschland
empfehlenswert [Komplett-Media]
ca. 45 min
1629 fährt der barocke Dreimaster 'Batavia' nach Hinterindien zu den Gewürzinseln. Nach einer dramatischen Fahrt mit Stürmen und Skorbut, Elend und Meuterei, läuft der Kauffahrer vor der Westküste Australiens auf ein Riff. Hunderte Schiffbrüchige retten sich auf winzige Koralleninseln. Noch heute zeugen auf der Insel Knochen Erschlagener, hastig zur Verteidigung aufgeschichtete Steinverhaue und schwarze Galgenbäume vom Grauen vergangener Zeiten.

Dokumentationen mit Themenschwerpunkten



Im Zug der Träume

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Wolf von Lojewski]
ca. 90 min
ZDF-Dokumentation, Erstsendung 2005
Australier lieben keine langen Namen. Da gibt es einen berühmten Zug, den nennen sie 'Ghan' - Abkürzung von 'Afghanistan'. In seinem Wappen führt er ein Kamel. Einmal wöchentlich verkehrt dieser Zug - von Mai bis Juli auch zweimal wöchentlich - zwischen Adelaide im Süden und Darwin im dampfig-heissen Norden des Kontinents. Woher der seltsame Name? Er erinnert an Kameltreiber aus Asien, die im 19. Jahrhundert nach Australien angeworben wurden, um das Outback, das weite, unwegsame Innere zu erschliessen. Erst zogen diese Pioniere eine Telegrafen-Linie von Sueden nach Norden, dann eine Strasse und schliesslich eine Eisenbahnlinie. Kein anderes Transportmittel wäre in der Lage gewesen, mit schweren Lasten durch die Wüsten und durch die Weite des Buschlandes zu ziehen. Nur das genügsame, an Temperaturen von 40 und 50 Grad gewöhnte Kamel.

2004 wurde die Eisenbahnverbindung durch diesen an den Rändern blühenden Erdteil, der in seinem Innern weitgehend ausgetrocknet ist, fertiggestellt. Alle Versuche zuvor waren gescheitert. Die kurzen und seltenen, dann aber heftigen Regenfälle, hatten immer wieder Brücken und Gleise fortgespült, Termiten hatten die Holzschwellen gefressen, Buschfeuer unterbrachen den Verkehr. Es sind Geschichten von Zügen ueberliefert, die tagelang auf freier Strecke liegen blieben und deren Passagiere nur überlebten, weil der Zugführer und sein Team Jagd auf Kängurus und frei herumlaufende Kamele machten.

Im ersten Teil der zweiteiligen Reportage geht es von Adelaide ins Zentrum Australiens, nach Alice Springs und zum roten Felsen Uluru oder Ayers Rock. Der Zug macht auf der 1500 Kilometer langen Strecke keinen Halt. Wolf von Lojewski und sein Team haben deshalb so etwa dieselbe Route noch einmal mit dem Geländewagen abgefahren.

In Coober Pedy, einer Art Mondlandschaft des Grabens nach Opalen, besuchten sie 'Crocodile Harry', einen lettischen Baron, der in seinen grossen Tagen kein weniger bewegtes Leben führte als jener Filmheld 'Crocodile Dundee'. Auf der Anna Creek Cattle Station, einer Ranch, die grösser ist als ganz Belgien, filmten sie die Männer und Frauen bei ihrer rauen Arbeit. Sie trafen sich mit den Nachfahren der asiatischen Kameltreiber und mit Neil und Jane Waters, die heute Kamele züchten, um das Fleisch in arabische Länder zu exportieren. Immer wieder fangen sie auch freilaufende Kamele, von denen etwa 500.000 im Inneren Australiens leben.

Immer wieder geschah Ungewöhnliches: Als sich das Team vor dem heiligen Felsen Uluru/Ayers Rock positionierte, um das Farbenspiel des Sonnenuntergangs aufzunehmen, brach ein Buschfeuer aus. Der Blitz war in die ausgedorrten Eukalyptusbäume eingeschlagen. Und Tjama, ein Ureinwohner, erzählte uns vom 'Traum', der Schöpfung Australiens und dieses Heiligtums: All diese Geschichten und die weiten australischen Landschaften hat Kameramann Hartmut Seifert in wunderbaren Bildern festgehalten, die den besonderen Zauber dieser Safari ausmachen.



Kontinent aus Feuer

aus Deutschland
sehr empfehlenswert [Focus Productions]
ca. 45 min
ZDF-Dokumentation, Erstsendung 4.9.2000
Die Bedeutung des Feuers für die Aboriginies und die australische Natur.
Der Film verbindet erstmals die historische und mythische Rolle des Feuers mit modernen australischen Lebensweisen, deren zentrales Element es immer noch und heute ganz besonders wieder ist. "Söhne des Prometheus" nennt eine neue Studie die Aborigines. Vor 50.000 Jahren wanderten sie, aus Südostasien kommend, nach Australien ein: da konnten sie bereits Feuer entfachen, Buschfeuer bezwingen und als Nomaden das Land bestellen. Ihre frühe Meisterschaft des Feuers prägt die Geschichte der Menschheit und die ältesten Überlieferungen von Australiens Wurzeln.


Aborigines - Triumph der Nomaden

aus Deutschland
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empfehlenswert [Nomad Productions]
ca. 3 x 45 min, 3-teilige Dokumentation
Nomad Films ist eine Produktionsgesellschaft, die sich einen Namen mit journalistisch sehr gut recherchierten Dokumentarfilmen gemacht hat.
Seit vielen Jahrtausenden leben die Aborigines als Nomaden in den Weiten des australischen Kontinents. Ihre Vorfahren erlebten das Ansteigen der Meere, das Australien als Insel isolierte, mit eigenen Augen. Sehr eng mit "ihrem Land" verbunden, hatten sie gelernt, sich mit dem Klima, denJahreszeiten und den Ressourcen anzupassen. Sie entwickelten so ihren eigenen Lebensstil, bei dem jedes Familienmitglied seine Aufgabe hat. Mit primitiven Werkzeugen und Waffen nehmen Sie der Natur was sie zum Leben brauchen, ohne ihr zu schaden. Ihre Geister gaben ihnen Kräfte, die die Kraft ihrer Muskeln weit übertraf. Die dreiteilige Videoreihe ist eine Einführung in das Leben und die Mystik einer faszinierenden Kultur.

1. Die ersten Eindringlinge
Mitglieder einer Nation, die gerade die Dampfmaschine erfunden hatte, landeten 1788 an der Küste eines großen Landes, dessen Bewohner nicht einmal Wasser kochen konnten. Trotzdem hatten diese offensichtlich 50.000 Jahre überlebt, hatten Techniken entwickelt, als Nomaden einer oft lebensfeindlichen Natur zu trotzen.

2. Reigen der Wanderer
Die Aborigines waren immer Nomaden, die ihre Nahrung "erwanderten". Sie jagten mit einfachen Waffen wie Speer und Bumerang. Das Feuer diente ebenso zum Kochen wie zur Vertreibung böser Geister. Die Ureinwohner meisterten Dürre und Krankheit. Ihre Kopfzahl kontrolierten sie durch Abtreibung. So sicherten sie das Überleben einer langen Kette von Generationen.

3. Segel des Schicksals
Die Aborigines lebten in enger Beziehung zur Natur und verstanden viel von Pflanzenund ihren Kräften. Sie ernährten sich beileibe nicht nur von Fleisch. Auch wurde reger Handel und Tausch betrieben. Alles änderte sich, als die Segel von Captain Cooks Schiffen am Horizont auftauchten. Weiße Siedler brachten neue Tiere, Pflanzen, Waffen und Krankheiten.

UNSER BUCHTIPP ZUM VIDEO:
Wüstentanz - Wigard Strehlow
Rezension in AUSTRALIEN-INFO.DE.


Aborigines - Australiens Ureinwohner

aus Australien
empfehlenswert [National Geographic Society]
ca. 60 min
In einer der spektakulärsten und abgelegensten Regionen des nördlichen Australiens lebt eine Hand voll Menschen. Sie sind die letzten Vertreter einer sterbenden Kultur. Die Männer der Gagudju Aborigines - aus dem Kakadu Nationalpark geben das Wissen ihrer mysteriösen, über 40.000 Jahre alten Kultur an ihre vielleicht letzten Nachfahren weiter. Eine Reise zu den Stammesältesten und den Geheimnissen der Traumzeit mit den heiligen Felszeichnungen der Aborigines. Ein bewegendes Porträt, aber auch gleichzeitig ein Zeitdokument, wie die Zukunft der Ureinwohner zum Zeitpunkt der australischen 200-Jahr-Feier anno 1988 gesehen wurde. Mittlerweile sind die Aborigines in ihrem Auftreten in der australischen Gesellschaft gottlob selbstbewusster und präsenter geworden.


Terra Australis - Highway One

aus Deutschland
sehr empfehlenswert In 47 Tagen rund um Australien
ca. 45 min
Nicht in 80 Tagen um die Welt, sondern in 60 Tagen den australischen Kontinent auf dem Highway One umfahren - das war das Ziel von Joachim Fuchsberger und seinem australischen Team. Als Blacky mit den Vorbereitungen begann, hielten alle Organisationen, die er um Hilfe gebeten hatte, das Projekt für undurchführbar.
Zwischen Februar und April sind in Australien nämlich Stürme, Überschwemmungen und andere, unüberwindbare Hindernisse, wie Buschbrände, Erdverwerfungen oder weggerissene Brücken an der Tagesordnung.
In 60 Tagen Australien zu umfahren und dabei auch noch einen Film zu drehen, das hatte bis dato noch kein Team geschafft. Japanische Kollegen hatten für ein ähnliches Unternehmen ein Jahr gebraucht. Blacky und seinem "1-Frau-und-5-Mann-Team" gelang es, allen Bedenken zum Trotz, die 16.207 Kilometer in 47 Tagen hinter sich zu bringen.
Nach der Einweisung in den Gebrauch des überlebenswichtigen Satellitentelefons startete das Team im Hafen von Melbourne (wo man am Ende der abenteuerlichen Reise auch wieder ankommen wollte) und fuhr - entgegen dem Uhrzeigersinn - Richtung Osten, und in den Westen wieder zurück. Gefilmt wurde, was des Weges bzw. vor die Kameralinse kam. Wie etwa der Juniorchef der einzigen Akubra-Hutfabrik der Welt (ein Akubrahut ist der traditionelle Filz-Schlapphut aus Kaninchenhaar), Nolas Fleischpastetenbude, der älteste, bis ins kleinste Detail erhaltene "Tante Emma Laden", Buckel-Wale, der "Daly Water Pub", eine Radiostation der Aborigines, ein Multimillionär, ein Benediktinermönch als Unternehmer, ein radelnder Schweizer auf dem High-way, Trudi und Heinz und ihre Torten, Knackwürste und Rollmöpse, ein deutscher Vorstandsvorsitzender und der australische Superstar Steve Vizard.
Hoch im Norden, am Top End von Australien, erwischte das Team dann doch noch die lang erwartete Regenzeit, aber der gewaltige Wolkenbruch endete ebenso schnell, wie er in der Nacht begann. Ansonsten hatten Blacky und sein Team Glück. Sie konnten in den Nachrichten im Fernsehen mitverfolgen, wie die Regenzeit die erst kurz zuvor passierten Landstriche unter Wasser setzte.


Trans Australia. Rotes Abenteuer Outback.

aus Deutschland
noch nicht bewertet [Klaus + Erika Beer - VISTA (98)]
ca. 75 min
9.000 km rotes Abenteuer in Down Under: Piste, Asphalt und Buschland, im Campmobil, Geländewagen, mit Kanu und zu Fuss erlebt. Dieser Film schildert die Durchquerung von Terra Australis und der grossen, weiten Wüste die man Outback nennt.


Terra Australis: Indian Pacific

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Eisenbahn zwischen zwei Ozeanen
ca. 45 min
4348 Kilometer lang ist die Strecke, die der "Indian-Pacific" auf seiner Fahrt quer durch Australien zurücklegen muss. Fast vier Tage dauert die faszinierende Reise des Zuges, die von Sydney bis Perth führt, über Berge und Schluchten, durch weite Täler und schier endlose Wüsten. Auf einem Abschnitt von nicht weniger als 478 Kilometern fährt der "Indian-Pacific" dabei immer schnurgeradeaus; es ist die längste Gerade der Welt. Joachim Fuchsberger porträtiert den Eisenbahnzug und seine Menschen und auch die Landschaften und Städte, die er auf seiner Fahrt berührt.


Terra Australis: Der australische Traum

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Deutsche Aufsteiger im Down Under
ca. 45 min
Joachim Fuchsberger erzählt die Erfolgsgeschichten von John Szangolies (52) aus Hamburg, heute mehrfacher Restaurantbesitzer, Marina Rienzner (30) aus Unterföhring bei München, Schreinerei-Unternehmerin, und Wilfried Lindner (52) aus Neumarkt/Oberpfalz, Sockenfabrikant.
  • Er heisst John Szangolies (52), war Fernmeldetechniker in Hamburg, kam vor 20 Jahren dienstlich nach Australien, kellnerte dort noch nebenbei und beschloss, eine kleine Kneipe aufzumachen. Heute betreibt John Szangolies drei recht unterschiedliche und weit über Sydney hinaus bekannte und beliebte Restaurants: den Löwenbräukeller in den Rocks; gleich um die Ecke das "Red's", ein Feinschmeckerlokal, und das Fischrestaurant "Jordon's", in Darling Harbour.
  • Martina Rienzner (30) aus München absolvierte in Unterföhrung bei München eine Schreinerlehre, kam vor acht Jahren als Rucksacktouristin nach Australien, bewarb sich um ein Dauer- und Arbeitsvisum, blieb in Down Under und fing ganz von vorne an. Inzwischen ist sie die Chefin einer florierenden Schreinerei in Sydney, die von Küchen bis zum Observatorium Museum alles ausstattet, was mit Holz zu tun hat.
  • Wilfried Lindner (52) aus Neumarkt in der Oberpfalz betrachtet sich als "Mann, der endlich Sicherheit für seine Familie und sich gefunden hat". Lindner wurde in den USA geboren, lebte dann in der früheren DDR, wo seine Eltern und Grosseltern enteignet wurden. Als sich Lindners Eltern in Neumarkt niederliessen, mussten sie wieder ganz von vorne anfangen. Diese Probleme vor Augen, wanderte Lindner schliesslich nach Australien aus. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei Söhnen, eine halbe Stunde Autofahrt von der 2.000-Seelengemeinde Crookwell entfernt, völlig autark auf einer riesigen Farm. Crookwell liegt bei Goulburn, genau in der Mitte zwischen Sydney und Canberra, zweieinhalb Autostunden von beiden Städten entfernt. Dort eröffnete Lindner eine kleine, aber ausgesprochen begehrte Sockenfabrik: Diese beliefert Schulen mit Uniformsocken und Kniestrümpfen und produziert die von Wilfried Lindner erfundenen, sogenannten "Diabetiker- socken". Die lässt er ohne einschnürende Gummibänder herstellen, daher haben sie einen besonderen Tragekomfort und sind bei Kennern der Hit.

Dokumentationen: Australian Capitol Territory



Terra Australis - Canberra

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Die Hauptstadt aus der Retorte
ca. 45 min
Wenn zwei sich streiten, freut sich ein Dritter. Im Hauptstadt-Streit zwischen Melbourne und Sydney einigten sich beide Metropolen auf die Mitte: Canberra - in der Sprache der Aborigines "Ort der Begegnung". Ein passender Name für die Hauptstadt aus der Retorte?
Eine Ballonfahrt über Canberra macht verständlich, warum Kate Carnell, Apothekerin und Ministerpräsidentin des Australian Capitol Territory behauptet: "Canberra ist die vielleicht bestgeplante Hauptstadt der Welt". Bis zum Jahr 2001 soll die konstitutionelle Monarchie in eine Republik umgewandelt sein. Anlaß zur politischen Spurensuche für Joachim Fuchsberger. Die Filmreise beschäftigt sich aber auch mit australischen Eigenheiten ganz anderer Art: Im Institut für Sport wird der australische Nachwuchs auf sportliche Karrieren und auf die olympischen Spiele 2000 in Sydney getrimmt. Hoch hinaus geht's beim Besuch der "Deep Space Tracking Station", wo riesige Antennen die Weltraumsonden auf ihrem Weg zu anderen Planeten verfolgen. Und nicht weit davon, in einem offenen Wildlifepark, machen diebische Emus Blacky's Picknick zu einem lustigen "Kampf ums sonntägliche Brot".

Dokumentationen: New South Wales





Terra Australis - Aqua Australis

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Sehnsucht nach dem Kreuz des Südens
ca. 45 min
Terra-Australis-Autor Joachim Fuchsberger verläßt in seinem Film die Terra Australis für ein Portrait von "Aqua Australis": Ein wichtiger Teil des Lebens in Australien spielt sich am und auf dem Wasser ab. Die meisten größeren Städte liegen entlang der Küste, besonders der Westküste. Dort taucht "Blacky" ein in die Welt luxuriöser Yachten, den abendlichen Feiern auf dem Wasser - und auch der Etikette: Wer in Sydney die ungeschriebenen Gesetze zwischen Wasserflugzeugen und Schiffen mißachtet, dem steht schnell das Wasser bis zum Hals... Im Mittelpunkt des neuen Films steht das Windjammer-Spektakel der "Tall Ships", das schon vor zehn Jahren zu Sydneys 200-Jahr-Feier für Furore sorgte: Im Süden Australiens trafen sich die großen Segelschiffe der Welt erneut zum Start für eine Regatta im Südlichen Pazifik ins tasmanische Hobart. Der Start in der Olypmiastadt des Jahres 2000 bescherte Sydney ein Riesenspektakel: Das Auslaufen der Seglerflotte am Australia Day am 26. Januar. Joachim Fuchsberger portraitiert die Stadt vor dem Countdown zu den Olympischen Sommerspielen.


Terra Australis - Die Stadt des neuen Jahrtausends

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Sydney im Olympiafieber
ca. 45 min
Die australische Millionenmetropole im Olympiafieber: Drei Jahr hat Joachim Fuchsberger immer wieder zur Kamera gegriffen und für den 17. Film aus seiner Reihe "Terra Australis", die australische Millionenmetropole Sydney bei den Vorbereitungen zur Austragung der Olympischen Sommerspiele 2000 begleitet und porträtiert. Endlose Strände, unzählige Buchten, eine Wildnis bis zur Stadtgrenze auf der einen Seite und pulsierendes Großstadtleben auf der anderen machen Sydney zu einer einzigartigen Metropole.
Im Mittelpunkt stehen auch in dieser Reportage wieder eindrucksvolle Begegnungen mit Australiern und traumhafte Bilder mit dem Flair des fünften Kontinents. Homebush - 1993 noch ein verrottetes Gelände, irgendwo im Westen von Sydney. Alles andere als ein Aushängeschild einer der schönsten Städte der Welt, der "Perle am Pazifik". Doch machte ein einziger Satz dieses Stück Buschland berühmt: "Der Gewinner ist Sydney". Damit bekam Sydney 1993 den Zuschlag - auch gegen die Mitbewerber in Berlin - und Blacky Fuchsberger dokumentierte in den folgenden Jahren die Veränderungen der Stadt. Juan Antonio Samaranch stürzte mit dieser Verkündung die Vier-Millionen-Stadt in einen Taumel, aus dem sie sieben Jahre nicht mehr herauskommen sollte. Joachim Fuchsberger wandelt auf den Spuren einer Stadt, die von oben nach unten gedreht wird. Er zeigt, was Menschen zu Wege bringen, mit dem einen Ziel vor Augen: Die besten Spiele aller Zeiten, in der schönsten Stadt der Welt, zum Beginn eines neuen Jahrtausends. Blacky Fuchsberger beleuchtet in seinem Film Sydney aus allen Blickwinkeln und zeigt, wie sich die Stadt im Olympiafieber verändert bzw. wie sie sich für den Ansturm aus aller Welt gerüstet hat.
Erstaustrahlung in der ARD: 1.6.2000


Terra Australis - Das goldene Vlies

aus Deutschland
empfehlenswert ca. 45 min
Filmautor Joachim Fuchsberger besucht eine Schaf- und Rinderfarm bei dem 250-Seelen-Dorf Binalong zwischen Sydney und Canberra im Bundesstaat Neu Süd-Wales. Fuchsberger und sein Team begleiten die Familie Glover bei ihren täglichen Freuden und Sorgen, bei ihrer schweren Arbeit mit Tausenden von Schafen und einigen hundert Rindern, in einem Teil des unendlichen Landes, in den sich nur wenig Touristen verirren. Der Film entstand in einer Zeit der schlimmsten Dürre seit über hundert Jahren. Viele Farmer mussten Tausende von Tieren töten, um sie vor dem qualvolleren Verdursten und Verhungern zu bewahren. Zur gleichen Zeit wurde das Team Zeuge der Feuerhölle von Canberra, wo im Januar 2003 über 500 Häuser den Flammen zum Opfer fielen. Fuchsberger zeigt Australien auch als ein Land der Extreme.
Erstaustrahlung in der ARD: 25.12.2003

Dokumentationen: Northern Territory



Terra Australis: Northern Territory

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Auf den Spuren der Ureinwohner
ca. 45 min
Trotz aller gesetzlicher Bemühungen der australischen Regierung zum Schutz und zur Förderung der Aborigines bilden diese auch heute noch eine gesellschaftlich isolierte kleine Randgruppe. Im Nordterritorium mit seinen nur 150.000 Bewohnern stellen sie allerdings die Hälfte der dortigen Bevölkerung.
  • Die Reise beginnt am Uluru, dem heiligen Berg der Anangu, der auf Land- und Postkarten Ayers Rock heisst und den geographischen Mittelpunkt Australiens bildet. Die traditionellen Besitzer erlauben, dass Touristen auf ihren heiligen Berg klettern, doch es verletzt ihre Gefühle. Nach langen Verhandlungen durfte das Team auch an einer der heiligen Stätten filmen, einem Wasserloch, das zwischen Felsbrocken in einem Hain versteckt ist. Die Anangu begegnen dieser Stätte mit grossem Respekt. Darum verhindern die Ranger, dass die Fremden zum Spass darin herumschwimmen.
  • Vom Ayers Rock geht es per Flugzeug nach Alice Springs und von dort mit dem Wagen nach Ipie Ilpyie, einer Siedlung der Aborigines, die nur mit schriftlicher Genehmigung betreten werden darf. Dort treffen Joachim Fuchsberger und sein Team Rosy Reighly, eine weitgereiste Frau, die in der Gemeinde eine Vielzahl von Funktionen erfüllt. Sie führt die Fremden zu Onkel Arnold, den sie alle "Wheelchair" nennen, weil er seit 26 Jahren mit gebrochener Hüfte im Rollstuhl sitzt. Rosy zeigt den Besuchern auch, dass die Aborigines trotz Anpassung an die Zivilisation nie vergessen haben, wie man im glühendheissen Busch überlebt.
  • Wie offizielle Stellen lange Zeit mit den Ureinwohnern umgingen, demonstriert das Schicksal von Harold, der wie ein Weisser aussieht, und erzählt, was mit ihm nach dem Tod seiner Mutter passierte. Nach einem Besuch bei "IMPARJA Television", das mit hochmoderner Technik arbeitet und dessen Mitarbeiter, bis auf wenige Ausnahmen, alle Aborigines sind, geht die Reise weiter nach Hermannsburg, knapp 200 Kilometer westlich von Alice Springs. Dort erzählt Rob, woher der Ort seinen Namen bekam und verabschiedet die Besucher mit einem glockenrein gesungenen deutschen Volkslied "Nun ade, Du mein lieb´ Heimatland".
  • Am Wendekreis des Steinbocks, der als weisser Strich auf der kochendheissen Asphaltpiste zu sehen ist, stellt Rod Steiner, deutscher Abstammung und Australier in der neunten Generation, Joachim Fuchsberger dem Stamm der Walpry vor, die für Geld und gute Worte eine Coroberie (Korrobori) veranstalten. Eine Coroberie ist ein Gruppentanz, in dem die Aborigines in Liedern und Tänzen ihre Jahrtausende alte Geschichte weitergeben.
  • Eineinhalb Tausend Kilometer noerdlich vom Camp der Walpry liegt Darwin, Haupt- und Hafenstadt des Nordterritoriums, eine moderne Stadt mit ethnischer und kultureller Vielfalt. Über den Kakadu National Park, ein Geschenk von 20 Aborigine-Völkern an das australische Volk, geht es mitten hinein in das Yellow Water Vogel- und Wildschutzgebiet, zu den Felsenzeichnungen in den Höhlen im Kakadu Park, die von der UNESCO auf die Liste des Welt-Kultur-Erbes gesetzt wurden und zu den Grotten in der kilometerlangen Katherine Gorge.
  • Im äussersten Norden des Territoriums, im Golf von Carpentaria, trifft Joachim Fuchsberger schliesslich den populärsten und erfolgreichsten Vertreter der Rechte für Ureinwohner, Mandawuy Yunupinga, Australier des Jahres 1992 und Saenger der Rockgruppe Yothu Yindi, die mit dem Titel "Treaty" die Hitparaden der Welt stürmte. Wie denkt er über die künftige Beziehung zwischen den schwarzen und weissen Menschen in seinem Lande? "Wir müssen einen Weg finden, auf dem beide zusammenwachsen können und der eine Versoehnung möglich macht..."

Dokumentationen: Queensland



Matilda Highway. Video und Info Guide und Plan

aus Deutschland
empfehlenswert [Stefan Huy - Vista Point / WDR]
ca. 30 min
1700 Kilometer zieht sich der Matilda-Highway durch Australien. Die endlose Steppenlandschaft im Osten des Kontinents zwischen Charleville und dem Golf von Carpenteria ist Geburtsstaette der juengeren australischen Geschichte: Vor dem Hintergrund der Schafschererstreiks Ende des vorigen Jahrhunderts wurde hier die Labor Party gegründet und Australiens zweite Nationalhymne "Waltzing Matilda" geschrieben. In Cloncurry starteten erstmals die "Flying Doctors", entstand die erste "Funk-Schule", und in Longreach hob das erste Flugzeug der australischen Fluglinie "Qantas" ab.
Der Matilda-Highway kreuzt in Normanton den Weg des deutschen Forschers Ludwig Leichhardt, der 1894 zur ersten Durchquerung Australiens aufgebrochen war. Die "Erlebnisreise" entlang des Matilda-Highways erfuellt den Song von der "Waltzing Mathilda" mit neuem Leben und führt zu Opal-Suchern, Drovern (Treiber von großen Rinderherden), Truckern und Farmern.
Im beiliegenden Info-Guide finden Sie Karten und ausführliche Infos zur Reiseplanung.


Terra Australis: Auf den Spuren von Captain Cook

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Unterwegs in Nordqueensland
ca. 45 min
Viel Wasser ist zu sehen im 19. Filmbericht von Joachim Fuchsberger aus der Reihe TERRA AUSTRALIS. „Blacky“ erkundet die Inseln der Inseln am „Top End“, im Nord-Osten des Fünften Kontinents. Das obere Ende gehört, wie alle anderen Landesteile, zu den geographischen Schönheiten Australiens - und unterscheidet sich von allen anderen.
Cape York, die Halbinsel entlang dem Golf von Carpentaria, endet mit der nördlichen Spitze unterhalb von Papua Neu Guinea - nicht mehr weit vom Äquator. Am östlichen Fuß von Cape York beginnt das Great Barrier Reef, das „größte Lebewesen“ unserer Erde. Eine Korallenbank, die sich nahezu zweieinhalbtausend Kilometer von Norden nach Süden erstreckt.
Ausgehend von der Touristenmetropole Cairns, einer der erst in den letzten Jahren gewachsenen Großstadt, fährt Blacky auf der „Reef Endeavour“ in einer großen Acht nach Norden und Süden und zurück. Die Stationen heißen: Port Douglas, Fitzroy Island, Hedley Reef, Hinchinbrook Channel, Dunk Island, Cooktown, Two Isles und Lizard Island. Auf dem Festland inspizierte Blacky Fuchsberger zudem die Besonderheiten von Kuranda und seinem Hinterland, den Atherton Tablelands.
Aufnahmen vom Wasser aus, unter Wasser, aus der Luft und an Land bringen dieses faszinierende Welt Australiens nahe. Blacky taucht ein in die wundersame Welt des Schnorchelparadieses des Hedley Reefs, durchstreift die nur mit Rangern zu durchdringenden Regenwälder von Fitzroy Island, erkundet Cooktown mit seiner Historie von Captain Cook und seinem berühmten Schiff „Endeavour“, mit dem dieser dort gestrandet war.
  • Zunächst geht die Fahrt auf dem "Tall Ship" von Christopher Bass, einem Segler, von Port Douglas aus hinaus zum Leuchtturm von Low Isles. Einen besseren Spurensucher als Christopher Bass kann man sich nicht wünschen, sagt Fuchsberger. Tiefen und Untiefen am Great Barrier Reef kennt er wie kaum ein anderer. Während der Ausfahrt erzählt er, dass er ein Nachfahre von George Bass ist, dem die Meeresenge zwischen Tasmanien und dem Festland ihren Namen verdankt. Von Christopher Bass erfahren wir, dass Port Douglas (ein Goldgräbernest aus dem 19. Jahrhundert) einst Mittelpunkt des fernen Nordens Australiens werden sollte. Doch um hier her zu kommen, musste man eine Bergkette überwinden, was für Pferdewagen schwierig war. Das erste Auto schaffte das erst 1936. Deshalb zogen die Menschen lieber (etwas südlich) nach Cairns. Von Cairns aus kamen sie bequemer ins Landesinnere und Cairns hatte den besseren Hafen. Heute ist Port Douglas Ö nach Sydney - stärkster Anziehungspunkt für Touristen - sagt Chris Bass stolz und setzt Kurs auf Cairns.
  • Unterwegs, an einem Traumstrand, wartet das Wasserflugzeug mit Pilot Jeffrey. Mit ihm startet das Team zu einem Rundflug über die Blaue Lagune, Coconut Beach, zur Coral Sea und zur Inselwelt der Whitsundays am Great Barrier Reef. Das ist türkisblaues, tropisches Meer unter wolkenlosem Himmel, mit schneeweißen, menschenleeren Traumstränden. Das Great Barrier Reef, insgesamt fast zweieinhalbtausend Kilometer lang und viele Kilometer breit, fällt an seiner östlichen Außenseite auf 3000 Meter ab - nach innen nur auf zehn Meter. Mit seiner farbenprächtigen Korallen- und Fischwelt ist das Great Barrier Reef ein Paradies für alle Tauch- und Schnorchelfreunde, aber mit seinen tückischen Untiefen andererseits der Schrecken aller Seefahrer von einst. Aus dem Flugzeug gut zu sehen: Cooks Passage, durch die sich Captain James Cook mit dem umgebauten Kohlensegler "Endeavour" 1770 nach seiner dramatischen Havarie aus unfreiwilliger Gefangenschaft wieder befreien konnte.
  • Die neue Endeavour - der 200 Passagiere fassende Luxusliner "Reef Endeavour" - wartet schon im Hafen von Cairns. Unter dem Kommando von Captain Chris Bass gehen die Touristen am Great Barrier Reef entlang äußerst bequem auf Entdeckungsreise und wandeln auf den Spuren von Captain Cook. Bei Chris Bass - er hat mehr als 500 Kreuzfahrten hinter sich und sein Schiff ist mit modernsten Navigationsgeräten ausgestattet - müssen die Passagiere nichts befürchten... Die „Reef Endeavour“ ist eines der großen Kreuzfahrtschiffe der Reederei Captain Cook Cruises. Junior-Boss ist die kaum 30-jährige Allison Haworth. Ihre Eltern haben das Fahrgeschäft vor 31 Jahren gegründet, mit einem kleinen Schiff für Kaffeefahrten im Hafen von Sydney. Nach dem Entdecker Australiens haben sie das Unternehmen „Captain Cook Cruises“ genannt - mittlerweile ist die Flotte auf 21 stolze Schiffe herangewachsen.
  • Der erste Landausflug geht nach Fitzroy Island. Die Insel ist ein Nationalpark mit dichtem Regenwald und seiner Attraktion am Strand: Was aussieht wie Millionen kleiner Kieselsteine, sind angeschwemmte Zweigkorallen - Korallenpolypen, die nicht nur den gesamten Strand, sondern genauso den Meeresboden bedecken; im Laufe mehrerer Millionen Jahre haben die Korallenpolypen das gesamte Barrier Reef "gebaut".
  • Nach einem Tauchgang an der Innenseite des Barrier Reefs nimmt die Reef Endeavour Kurs auf Dunk Island. Blacky Fuchsberger erzählt: Auch diese paradiesische Insel wurde von James Cook entdeckt - aber bekannt, oder besser gesagt berühmt wurde sie durch den Schriftsteller Edmund James Banfield. Todkrank und zum Sterben bereit, kam Banfield mit seiner Frau Ende des 19. Jahrhunderts auf Dunk Island an. Die Ärzte gaben ihm noch ganze sechs Monate. Im Regenwald unter Palmen, an menschenleeren Stränden, fand er Kraft und neuen Lebensmut. In den folgenden 26 Jahren schrieb er zahlreiche Artikel und vier Bücher, darunter den Roman „Der Beachcomber“, mit dem er der Insel Weltruhm verschaffte. Sein Grab unter dem dichten Palmendach wurde zu einer Kultstätte für Touristen aus allen Teilen der Welt.
  • Nach einer Südschleife bis zum Hinchinbrook Channel geht die Reef Endeavour auf Nordkurs und legt Zwischenstopp in Cairns ein. Der erste Abschnitt der Kreuzfahrt auf Captain Cooks Spuren endet am Abend zuvor mit dem obligatorischen „Captain’s Dinner“ - Chris Bass gibt sich die Ehre... Ein Ruhetag in Cairns wird eingelegt. Jumbos fliegen auf dem neuen International Airport wie Heuschrecken ein. Den Flughafen bauten Geschäftsleute der Stadt zusammen mit golfverrückten Japanern - nachdem die Regierung von Queensland kein Geld dafür ausgab. Seitdem ist Cairns eine quirlige Hafen- und Touristenstadt, von der aus die meisten Exkursionen zum Great Barrier Reef gestartet werden.
  • Im Hinterland von Cairns lockte Blacky Fuchsberger eine andere Attraktion. Während die Kamera traumhafte Landschaften zeigt, erzählt Fuchsberger: Weiter draußen dehnen sich kilometerweite, künstlich berieselte Zuckerrohrplantagen. Die zarten Halme wachsen bis zu drei Zentimeter am Tag und werden über drei Meter hoch. Die parkartige Landschaft führt langsam hinauf zum Lake Barring, einem malerischen See mit Bächen und Booten und tiefem Regenwald. Die Schönheit der Atherton Tablelands war vom Meer aus nicht zu ahnen und wurde daher spät entdeckt - dann aber mit viel Aufwand und großen Schwierigkeiten erschlossen. Eine verschwenderische Szenerie in Australiens tropischen Breitengraden, wo Wasser eigentlich nur spärlich fließt - hohe Wasserfälle stürzen in tiefe Schluchten - und hier fassten mutige Leute den Entschluss zu einem kühnen Unterfangen: Sie bauten eine der längsten Seilbahnen der Welt. Die Stahlträger waren bei der Planung das größte Problem. Zu viele Bäume müssten gefällt, zu viel Regenwald durch Transportwege vernichtet werden, sagten die Umweltschützer. Also heuerte man für viel Geld russische Transporthubschrauber an, die die vorgefertigten Kabelträger auf die Fundamente setzten. Musste hie und da doch ein Baum weichen, wurden zehn neue Bäume gepflanzt. Keine Kahlschläge für Transportwege sind zu sehen - und die Kosten für die Luftnummer waren nach zehn Jahren bereits wieder eingefahren. Wer die Fahrt in schwindelerregender Höhe über allen Wipfeln nicht verträgt, kommt auch mit dem Kurandazug durch den Regenwald sicher nach oben. Dort steht für Blacky der schönste Bahnsteig auf dem schönsten Bahnhof, jedenfalls in der südlichen Hemisphäre. In der Tat: die mit üppigen Farnen und anderen Grünpflanzen geschmückte Endstation der Kuranda Railway ähnelt eher einer tropischen Gärtnerei als einem Bahnhof.
  • An Bord der Reef Endeavour wird die Seefahrt von Cairns aus in Richtung Norden fortgesetzt. Nächstes Ziel ist Cooktown. Die Fahrt wird plötzlich und ohne Vorwarnung am Himmel von einem Sturm überrascht. Der Erste Offizier steuert die Reef Endeavour mit allen Raffinessen elektronischer Navigation durch die unruhige See und manchem wird klar, so kommentiert Fuchsberger, warum Captain Cook, allein mit Sternennavigation und ohne elektronische Tiefenmesser, im Gewirr der Inseln am Barrier Reef auf Grund laufen musste und beinahe mit Mann und Maus untergegangen wäre. Aber Captain Cook war es, der diese Inselwelt im wahrsten Sinne des Wortes auslotete und kartografierte. Eine Meisterleistung ihrer Zeit, ohne die heute keine sichere Fahrt durch die Untiefen und engen Kanäle, die schmalen Passagen über Korallenriffs, dicht unter der Oberfläche des Pazifischen Ozeans, möglich wäre. Hier ungefähr, wo die Besatzung das Schiff und sich selbst landfein für Cooktown macht, in dieser Gegend also, hat es damals, vor rund 230 Jahren, Captain Cook und seine Endeavour erwischt. Hier schlitzten die messerscharfen Korallenriffs den Rumpf seines Schiffes auf und legten Kapitän, Schiff und Mannschaft für lange Zeit lahm.
  • Genauer gesagt: James Cook lief mit der Endeavour (einem umgebauten Kohlensegler) in der Nacht vom 10. zum 11. Juni 1770 auf eine Korallenbank auf. Ein Drittel seiner 90 Mann starken Begleiter fand dabei den Tod. Mit dem Rest der Überlebenden lag Cook vom 17. Juni bis 4. August 1770 an der Küste des später nach ihm benannten Cooctown fest und reparierte dort das havarierte Schiff. In der einst verwegenen Goldgräberstadt Cooctown erinnern heute ein liebevoll eingerichtetes Museum und die 1988 gestiftete Bronzestatue an James Cook, der 1728 in Marton in der englischen Grafschaft York geboren wurde, seine australische Entdeckungsreise am 10. Juli 1771 in England doch noch triumphal zu Ende bringen konnte und der während einer weiteren Forschungsreise am 14. Februar 1779 durch unglückliche Umstände bei einer Auseinandersetzung auf Hawaii von Eingeborenen erschlagen wurde.
  • Bevor der Luxusliner Reef Endeavour *) seine Touristen nach Cairns zurückbringt, entführt Blacky Fuchsberger die Zuschauer noch in ein kleines Stück Paradies: Lizard Island heißt der Garten Eden, umspült vom sanft türkisen, angenehm gewärmten Meer. Den schneeweißen Sandstrand, den fein gemähten Rasen sowie das zur Rast einladende, geschmackvoll gestylte und erlesen eingerichtete Bungalowhotel mit seinen exklusiven Suiten dürfen aber nur Menschen betreten, die hier - mit Ausnahme von Fuchsbergers Filmteam und den Passagieren der „Reef Endeavour“ - auch eingebucht sind. Leider ist das feine Inselresort aber auch das Teuerste, was die nördliche Inselregion am Great Barrier Reef zu bieten hat. Denn eine Nacht, ohne alle weiteren Extras, kostet pro Nase 800 australische Dollar. Das Inselparadies wirkt menschenleer. Nur ein drei Meter langer Waran lässt sich im Garten blicken. Das liege aber nicht daran, dass das Hotel unbezahlbar sei, versichert der feine General Manager des Resorts. Nur: Hier wohnen echte Prominente, die wegen der Dreharbeiten in ihre Gemächer entschwunden seien und die dürfe der Herr Direktor nun wirklich nicht verraten - Diskretion: Ehrensache!

(Erstsendung in der ARD am 25.12.2002)

Dokumentationen: South Australia





Terra Australis - Südaustralien

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Insel am anderen Ende der Welt
ca. 45 min
Für seinen 18. Filmbericht aus der Reihe Terra Australis hat Joachim "Blacky" Fuchsberger die schönsten Ecken des australischen Bundesstaates South Australia unter die Lupe genommen. Er hat nicht nur Bilder von paradiesischen Landschaften und Küsten mitgebracht, sondern auch von interessanten Bewohnern und liebenswerten Tieren - allen voran den Koalas, Kängurus und Seelöwen, aber auch von Pelikanen, Kormoranen und einem Wombat. Im November 2000 ist er mit seinem Filmteam sowie mit Ehefrau Gundula und Sohn Thomas an der Südkueste des Grossen Ozeans entlang gereist. Schauplätze sind u.a. Kangaroo Island sowie auf dem Festland Cape Jarvis, Victor Harbor, der Coorong National Park, das Barossa Valley, Hahndorf und Südaustraliens Bundeshauptstadt Adelaide.
  • Auf Kangaroo Island besucht Blacky Fuchsberger zunächst die Seelöwen an der Seal Beach und die possierlichen Koalas im Hinterland. Wie sie leben, warum sie nur acht von 23 auf der Insel vorhandenen Eukalyptussorten fressen und warum man glaubt, sie verschlafen die meiste Zeit ihres Lebens, all das erklärt Craig Wickham, einer der beiden Ranger, die Fuchsberger & Team durch die Natur-Ressorts begleitet haben. Blacky Fuchsberger macht auf Kangoroo Island auch Station bei Larry Turner und seiner Frau. Larry Turner produziert aus Eukalyptusblättern Öl und führt das äusserst komplizierte (feurige und dampfende) Destillier-Verfahren vor. Turners Ehefrau betreibt nicht nur ausgesprochen erfolgreich den Showroom, wo sie - hübsch verpackt - das begehrte Eukalyptusöl, Parfüm, getrocknete Blumen, Bonbons und andere nach Eukalyptus duftende Artikel verkauft, sondern sie zieht auch zwei ganz besondere Pflegekinder auf: Joeyies, wie Känguru-Babys genannt werden. Lilli und Lullu heissen die ca. acht bis neun Monate alten Waisen, deren Mutter - wie so viele Kängurus in Australien - Opfer eines unachtsamen Autofahrers wurden
  • Captain Antony Quinn - er heisst wirklich so - wartet mit seinem Fährboot, der schnellen Sealink, schon auf Blacky Fuchsberger und das Team und bringt seine Passagiere in 15 Minuten von Penneshaw (Kangaroo Island) aufs rund 10 Seemeilen entfernte Festland, nach Cape Jarvis. Eine halbe Autostunde westlich, an der Mündung des Murray River, liegt der beliebte Badeort, Victor Harbor. In dem 5000 Seelenort gibt es eine uralte Pferdebahn, die vor allem Touristen über die zwei Kilometer lange Holzbruecke auf die kleine, vorgelagerte Insel bringt. Herrin über eine Pferdestärke ist Karin, die Pferdezugführerin, die Fuchsberger auf ihrer Hin- und Rueckfahrt begleitet und interviewt.
  • Weiter geht die Reise auf einer der Murray River-Fähren über den grossen Strom zum Coorong National Park. Er ist berühmt für seine 44 Kilometer lange und nur einen Kilometer breite Dünenlandschaft. Mit dabei ist Coorong-Experte David Padd in seinem Spezial-Landrover. Padd hat u.a. die Geschichte parat über jenen Mann, dessen Konterfei auf der australischen 50 Dollar-Note verewigt ist: Ein gewisser David Unaipon. Er war Aboriginie und wurde, als er 1965 mit 94 Jahren starb, in einem Nachruf als "Leonardo da Vinci von Australien" gefeiert. Denn Unaipon, 1871 geboren und zunaechst Prediger, war Erfinder, Schriftsteller (schrieb u.a. das Buch: "Aboriginie - 80.000 Wörter"), Philosoph - und seiner Zeit weit voraus.
  • Mit der Fähre zurück über den Murray River und zehn Kilometer stromabwärts von Blanchetown besucht Blacky Fuchsberger Ian Clark. Ihm gehört eine wunderschöne Ferienranch, und dazu auf einer Länge von 25 Kilometern die Hälfte des Flusses auf der Seite seines Besitzes, die Portee Station. Ian Clarks "Garten" ist gerade mal 16 Kilometer breit und 25 Kilometer lang. Die Touristen kommen, um Pelikane, Kormorane und andere Exoten entlang des fischreichen Flusses zu beobachten. Und Clark wollte Blacky Fuchsberger auf einer abendlichen Filmsafari Wombats zeigen, eine Art wuschelige Murmeltiere. Blicken liess sich keines der scheuen Höhlenbewohner.... (Tipp der Redaktion: Da gibt's im Wilsons Prom 200 km südlich von Melbourne die zutraulicheren Wombats...)
  • Im sogenannten "Weinzug" geht's weiter nach Barossa Valley. Dort bauen seit 1842 Auswanderer aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz Wein an. In Barossa Valley werden heute 60 Prozent des australischen Weines produziert. Boden und Klima eignen sich besonders für Sorten wie Shiraz, Grenache, Cabernet und Merlot. In Tanunda (sprich: "Taenanda") schaut sich Blacky Fuchsberger auf dem Gut des Winzers Peter und Margret Lehmann um, der pro Jahr vier Millionen und achthunderttausend Flaschen Wein produziert und in den Weingärten von Bethany, wo Geoff Schrapel - deutschstämmig wie Lehmann - mittlerweile bereits in 5. Generation Winzer in Barossa Valley ist.
  • Fuchsberger stattet auch Ross Kraft einen Besuch ab, dem Chef des Kirkala Estate. Dort reifen zwar ebenfalls jede Menge Weintrauben, doch Ross Kraft produziert keinen Wein. Er züchtet verschiedene Traubensorten aus zum Teil 85 Jahre alten Rebstöcken, und verkauft diese an drei verschiedene Weinbetriebe, einer ist auch in Übersee bekannt, der Rosemount Estate (über ihn haben wir im Newsletter 24/01 berichtet). Was den Weinbauern nicht gefällt, ist der Anblick, der Fuchsberger und Kameramann Hans J. Heidrich geradezu fasziniert hat: Die lavendelblau leuchtenden Hügel, von den Weinbauern abfällig "Hungerhügel" genannt. Die Überraschung: Es handelt sich nicht um Lavendel, sondern um giftiges Unkraut. Jedoch liegt genau daneben eine echte Lavendelfarm, die Evan Atkinson betreibt. Der frühere Presseagenturinhaber sagte allen schlechten Nachrichten dieser Welt adieu und schuf für sich und die Umwelt ein einzigartiges Duftparadies. Atkinson wurde deshalb Lavendelbauer, "weil", so sagt er, "Lavendel am besten in der Provence und im Mittelmeerraum gedeiht - und wir haben hier Mittelmeerklima!" Keiner vor ihm kam je auf die Idee, in Australien Lavendel anzubauen und somit mauserte sich Atkinsons Lavendelfarm zu einer absoluten Touristenattraktion. Aus der geernteten, getrockneten und destillierten Blütenpracht zaubert Atkinson eine ganze Palette gern gekaufter Produkte.
  • In Hahndorf liess sich Blacky Fuchsberger Bratwurst und Sauerkraut schmecken. Hahndorf, so erfuhr Fuchsberger dabei, ist die "deutscheste" aller deutschen Siedlungen Südaustraliens. Hier wird gekocht, gebaut, gehandelt, hergezeigt und gepflegt, was deutsch ist, so aussieht, so klingt oder sich wenigstens deutsch schreibt. Hahndorf wurde 1839 gegründet und nach Kapitaen Dirk Meinerz Hahn aus Westerland/Sylt benannt. Hahn brachte die ersten Siedler, meist Bauern, aus Schleswig-Holstein und Brandenburg. Sie belieferten schon bald die Hauptstadt Adelaide mit Lebensmitteln, die bisher aus dem fernen Sydney kamen. Hahndorf ist das beliebteste Ausflugsziel der Grossstadtbürger aus dem kaum mehr als 40 Kilometer westlich entfernten Adelaide.
  • Die südaustralische Hauptstadt Adelaide, benannt nach Prinzessin Amelia Theresa Carolina Adelaide von Sachsen-Coburg-Meiningen, der deutschen Gemahlin des englischen Koenigs William IV., hat den Beinamen "Die Schöne". Dennoch wurde Adelaide dank der anglikanischen St. Francis Kathedrale, der katholischen St. Peter Kathedrale und dank 430 weiterer Kathedralen einst als "Stadt der Kirchen, der Puritaner und der Moralapostel" verspottet oder auch als "Heiliges Land". Heute kann es die 1,2 Millionen Einwohner-Metropole am Torrens River mit allen anderen australischen Hauptstädten aufnehmen. Adelaide, so liess sich Blacky Fuchsberger während der Stadtrundfahrt im Cadillac von Joan Hall, Parlamentarierin und Ministerin für Tourismus erläutern, sei eine Stadt, in der das Wort "gemütlich" nicht immer übersetzt werden müsse, um verstanden zu werden. "Viele Adelaider kennen "gemütlich" und lieben ihre Stadt, weil sie bei aller modernen Umtriebigkeit gemütlich geblieben ist und sich eine Art nostalgischen Charme bewahrt hat". Die Tourismuslady klärte Fuchsberger auch darueber auf, dass Adelaide "die einzige Stadt" sei, die nicht von Sträflingen gegründet wurde. "Wir sind freie Bürger", sagt Joan Hall, wobei sie auf das Woertchen "wir" besonderen Wert legt ...So richtig "gemütlich" empfand Blacky Fuchsberger dann aber die Fahrt mit der alten Strassenbahn vom Victoria Square hinaus nach Glenelg, an einen der vielen prachtvollen Strände. Die Endstation der Tram befindet sich übrigens genau dort, wo ein grosser Stein daran erinnert, dass hier, am 28. Dezember 1836, die ersten englischen Siedler gelandet sind - freiwillig - unter dem Kommando von Gouverneur John Hindmarsh. Die Kamera fing die schönsten Bilder der Stadt am St. Vincent Golf ein, darunter das Parlament aus dem letzten Jahrhundert, das futuristisch anmutende, riesige Gewächshaus zur Aufzucht von Regenwaldpflanzen, das Festival Centre, die blühenden Parks und andere Attraktionen mit berauschenden Luftaufnahmen als krönendem Abschluss.

Erstaustrahlung in der ARD: 29.11.2001

Dokumentationen: Tasmanien



Terra Australis - Tasmanien

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Insel am anderen Ende der Welt
ca. 45 min
Tasmanien ist der kleinste der sieben Bundesstaaten Australiens, doch bietet die bergige Insel am südöstlichen Eck des Kontinents in den Augen vieler Einheimischer einige der schönsten Flecken Australiens: den faszinierenden Nationalpark Maria Island an der Ostküste und davor die Painted Cliffs, die Sandsteinklippen, einst Lieferanten von Blocksteinen für die Gefängnismauern der Sträflingskolonie. Einen Ausflug in die Tiefe bietet "Maracoopa", eine Höhlenanlage mit bis zu zwölf Meter hohen Kavernen. Ebenso beeindruckend ist die Urlandschaft zwischen Gordon- und Franklin-River mit 2000 Jahre alten Huon-Pine-Bäumen. Der Film von Joachim Fuchsberger zeigt Opossums, Emus, Känguruhs, Wallabies und andere Originale aus Australiens Tierwelt, ebenso zahlreiche außergewöhnliche Menschen, die von den Besonderheiten dieser Insel am anderen Ende der Welt erzählen.

Dokumentationen: Victoria



Terra Australis: Victoria

aus Deutschland
sehr empfehlenswert Der Bundesstaat, der alles hat
ca. 45 min
Victoria: das ist die Summe der unterschiedlichen Gesichter Australiens, sagen seine Bewohner. In Victoria liegt Melbourne, die zweitgrößte Stadt des Kontinents, es gibt dort landschaftliche Schönheiten wie die meerumtosten Zwölf-Apostel-Felsen oder das Skigebiet rund um den Mount Buller, ebenso die berühmte allabendliche Watschelparade der Zwergpinguine am Strand von Phillipp Island. Joachim Fuchsberger, Australienkenner und selbst die Hälfte des Jahres in australischen Gefilden heimisch, hat die faszinierenden Facetten des Landes mit der Kamera eingefangen. Die Metropole Melbourne prä sentiert "Blacky" Fuchsberger auf typische und untypische Weise zugleich: Die Stadt der Straßenbahnen durchquert er konsequenterweise auf den Schienen - allerdings im Restaurantwagen der Bahn und mit einem überaus prominenten Fremdenführer: dem Premierminister von Victoria, Jeff Kennet.

Dokumentationen: Western Australia



Terra Australis - Kununurra. Zwischen Zuckerrohr und Diamanten

aus Deutschland
sehr empfehlenswert ca. 45 min
Joachim Fuchsbergers Film beginnt mit eindrucksvollen Flugaufnahmen vom Flugplatz in Kununurra den Ord River entlang nach Süden zur Oasis-Farm, dem Sitz der Familie Bolten-Boshammer. In Kununurra weist Frauke Bolten-Boshammer, die Frau im Mittelpunkt des Films, in ihrem Juweliergeschäft Blacky Fuchsberger in die Geheimnisse des Diamantengeschäfts ein. Das Markenzeichen der "Argyle Mine", der weltgrößten Diamantenmiene, sind "Pink diamonds", rosa Diamanten. In dem luxuriösen Laden in der 2000-Seelen-Gemeinde hält Frauke immerhin Einzelstücke im Wert von über 100.000 Mark parat. Spektakuläres Treffen am Rande: Kyle Vander-Kuyp, Australiens Hürdenlauf-Hoffnung für die Olympischen Spiele in Sydney 2000, der sich stark für Aborigine Kinder einsetzt und gerade für seine Freundin ein Präsent bei Frauke kauft.
Joachim Fuchsberger fliegt mit dem Hubschrauber von Kununurra eine knappe Stunde stündlich zur Argyle Diamantenmiene - eine Miene wie eine archaische Tempellandschaft. An die 40 Millionen Karat, das sind 8 Tonnen Diamanten, werden pro Jahr aus dem Boden geholt. Jeweils 180 Tonnen Gestein karren gigantische Laster aus dem Übertageabbau in den Riesen-Schredder. Die Erfolgsgeschichte von Argyle, die vor 25 Jahren begann, steht jedoch inzwischen auf tönernden Füßen: 120 Meter tief haben sich die Bagger in die Tiefe gegraben. Der Abraum hat sich zu gefährlich hohen Halden aufgetürmt, die Terrassenhänge drohen irgendwann zu rutschen - ob sich der Abbau danach noch rechnet, ist ungewiß. Doch noch kann Blacky einen Blick ins Allerheiligste der Miene werfen: Hinter dicken Panzerglasscheiben wird die Tagesausbeute sortiert. Die Argyle Mine ist die volumenmäßig größte Diamantenmiene, die allerdings vorwiegend Industriediamanten liefert, die vor allem in den indischen Markt für Diamantenschneide-Werkzeug gehen.
Einfühlsam dokumentiert Blacky Fuchsberger den Alltag der umtriebigen Familie Bolten-Boshammer mit ihren fünf Kindern. In zahlreichen Gesprächen erzählen die Familienmitglieder über ihr Leben, ihre Beziehung innerhalb der Familie und ihre Lebensphilosophien. Wie bewirtschaftet man eine 1000 Hektar große Farm? Blacky geht dem Geschäft mit Zuckerrohr, Baumwolle, Melonen und Kirchererbsen auf den Grund und versucht sich selbst an den Bewässerungstricks auf den Zuckerrohrplantagen, wo das Rohr bis zu 3 Zentimeter wächst - am Tag! Ein Blick in die zweitausend Quadratmeter Farmhalle zeigt: In Australien wird in anderen Dimensionen gedacht - technisch wie philosophisch: "Wir haben von Gott ein Stück Land bekommen und auch die Verantwortung dafür", sagt Robert Bolten-Boshammer, der zehn Jahre jüngere australische Mann von Frauke.


Terra Australis. Der goldene Westen

aus Deutschland
ca. 45 min
Mit seinen zweieinhalb Millionen Quadratkilometern bedeckt Westaustralien, der grösste der australischen Bundesstaaten, eine grössere Flaeche als die gesamte Europaeische Union, doch insgesamt leben hier nicht mehr Einwohner als in Hamburg. Joachim Fuchsbergers Filmreise führt von den bizarren Felsen im Norden bis in die Regenwaelder mit ihren Krokodilen und seltenen Vogelarten, die von Tierschmugglern fuer bis zu 50.000 Dollar pro Pärchen gehandelt werden. Von einem Vogelobservatorium aus können Scharen sibirischer Wattvögel beobachtet werden, die aus dem kalten Russland alljährlich nach Australien fliegen. Bei einem Perlenzuechter ist Joachim Fuchsberger mit der Kamera dabei, wenn Muscheln künstlich befruchtet werden. Schliesslich lässt er auch das einmalige Schauspiel nicht aus, wenn im Urlaubsparadies Monkey Mia Delphine an den Strand schwimmen, um von sich aus Kontakt mit Menschen zu suchen.

Fauna (zu Lande und zu Wasser)



Tiere in Australien. Koalas, Känguruhs und Krokodile.

aus Deutschland
noch nicht bewertet [Komplett-Media]
ca. 60 min
Koala-Bären, Känguruhs und die riesigen Salzwasser Krokodile haben die Fauna des australischen Kontinents auch bei uns bekannt gemacht. Nirgendwo lebt aber auch eine solche Vielzahl von Beuteltieren. Ebenso die einzigen eierlegenden Säugetiere ...


Barriere Riff. Aus der Serie "Die weite Welt auf Video"

aus Deutschland
noch nicht bewertet [Komplett Verlag]
ca. 40 min
Barriere Riff - Ein Dorado für Sporttaucher. Einzigartig wie sonst nirgends auf der Welt ist der Artenreichtum von Flora und Fauna im kristallklaren Wasser des Pazifiks. Das Spektrum reicht von den schillernd farbigen Meeresbewohnern der oberen Zonen bis hinab in große Tiefen.

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