Vegetationszonen



Vegetation
Die Farben der Karte links haben folgende Bedeutung:

       Wüste und Salzbuschsteppe
       Spinifex-Steppe
       Trocken- und Dornbuschsavanne
       Trockenwald und Savanne
       Monsunregenwald
       trockener Hartlaubwald
       feuchter Hartlaubwald
       Regenwald - tropisch und gemäßigt


Besondere Pflanzenarten



Eukalypten (Myrtacae)

In Australien besetzen sie ökologische Nischen, die andere Pflanzarten auf anderen Kontinenten einnehmen. Heute macht der australische Eukalyptus mehr als ein Drittel aller weltweit gefundenen Myrtaceae-Arten aus.

Urzeitgewächse

Uralte Pflanzen wachsen immer noch in der Wildnis. Große ‘antarktische’ Baumfarne sind an den Südseiten von Gebirgsketten in feuchten, schattigen Schluchten zu finden. Entlang der Südostküste bilden Zykadenpalmen das Unterholz zu großen, silbrigen Eukalyptusbäumen (Eucalyptus maculata). Seltene Überbleibsel von früheren geologischen Zeitaltern finden sich in kleinen, speziellen Lebensräumen wie den Wüstencanyons. Vor einigen Jahren wurde in einem abgelegenen Tal bei Sydney eine Spezies von großen Koniferen gefunden, von der man angenommen hatte, daß sie bereits vor Urzeiten ausgestorben war.

Nutzen Sie zu diesem Thema auch unsere Seiten mit den Reiseliteratur-Empfehlungen


Knappes Gut: Wasser



Ende November 2002 sorgte die schlimmste Dürre seit langem, verbunden mit zahlreichen Waldbränden dafür, dass sich die Freude der Australier über das sonnige Wetter in weiten Teilen des Landes in überschaubaren Grenzen hielt. Dürreperioden sind nichts ungewöhnliches in Australien. Das Land ist weltweit der grösste Verbraucher von Trinkwasser pro Kopf der Bevölkerung. Gleichzeitig ist Australien nach der Antarktis der trockenste Kontinent der Welt. Rund 75% des Wasserverbrauchs entsteht durch landwirtschaftliche Bewässerung. Davon gehen durch Verdunstung und Versickern rund 23% verloren. Am stärksten betroffen von der Dürre war im November 2002 New South Wales. Hier fielen von April bis September weniger als 40% der durchschnittlichen Regenmenge.

Bodenversalzung

Wer über den roten Kontinent fliegt, dem bleibt es nicht verborgen: Weite Gebiete Australiens, vor allem im Westen und Süden, versinken buchstäblich im Salz. Ausgedehnte Abholzungen führten zu einem Anstieg des Grundwasserspiegels, was letztlich eine Akkumulation tausender Tonnen Salz in den oberen Bodenschichten nach sich zog. In den so entstandenen Wüsten kann keine Pflanze mehr gedeihen. Seit der Besiedelung Australiens durch den "Weissen Mann" wurden zur Urbarmachung und Erschliessung der Landschaften schätzungsweise 15 Milliarden Bäume gefällt. Die Wurzeln dieser Bäume kontrollierten jedoch massgeblich den Grundwasserspiegel, indem sie Millonen Liter Wasser aufsaugten, welches dann schliesslich verdunstete. Ohne diesen simplen Mechanismus steigt der Wasserspiegel bis zur Bodenoberfläche und die enthaltenen Salze scheiden sich bei der Verdunstung im Boden ab - die Böden versalzen. Experten vertreten die Ansicht, daß nur ein sofortiges umfassendes Pflanzungsprogramm Abhilfe schaffen kann.
  • Führend in der Erforschung der Folgen der Bodenversalzung ist die australische Abteilung für Land- und Wassernutzung der Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation (CSIRO). Demnach waren in Australien im Jahr 2001 bereits 25.000 Quadratkilometer, eine Fläche größer als Hessen, bereits betroffen. Darunter befinden sich Gebiete, die vormals zu den fruchtbarsten zählten. Die Wissenschaftler schätzen, dass 150.000 Quadratkilometer vom Salz bedroht sind.
  • Die einheimischen Pflanzen lassen sehr wenig Wasser in den Untergrund passieren. Dagegen lassen die Nutzpflanzen europäischer Herkunft in Spitzenjahren bis zu 100 Millimeter Wasser passieren. Der Hauptgrund dafür sind die langen Brachzeiten, nach denen der Boden Niederschläge fast ungehindert passieren lässt. Mit ihrem gewohnten Ackerbau können die Landwirte in Australien nach der Forschung von CSIRO nicht weitermachen. Und sogar im ausgesprochen fruchtbaren Murray-Darling-Becken im Südosten des Landes tauchen schon versalzte und damit unfruchtbare Gebiete auf. Eine Chance auf Änderung haben die Bauern nur, wenn sie ihr Programm um zusätzliche Pflanzen erweitern.
  • So könnte etwa die Grünfutterpflanze Luzerne das Manko des Getreides ausgleichen, denn sie bleibt länger auf dem Acker, und ihre Wurzeln reichen tiefer. Sie würde also die Bodenschicht unterhalb der Getreidewurzeln leeren und eine Art Speicher schaffen, wenn die Ackerpflanzen wieder viel Wasser durchlassen. Ein Fruchtwechsel von Getreide und Luzerne im passenden Rhythmus könnte das Leck abdichten. Das Problem ist, dass Getreide sehr viel mehr Geld einbringt als Luzerne. CSIRO empfiehlt schnell zwischen beiden Anbauformen hin- und herzuschalten und damit den Anbau der ertragschwächeren Futterpflanze so kurz wie möglich zu halten.
  • Ein Team der CSIRO entwickelt Detektoren, die den Wasserstand im Untergrund feststellen können. Alternativ könnte auch ein Teil der Farmfläche wieder für die einheimische Vegetation freigegeben werden. Das würde den Wasserhaushalt auf größeren Flächen stabilisieren. Bei Farmern, die bereits Folgen der Bodenversalzung spüren, treffen die CSIRO-Experten auf offene Ohren. Doch deren Maßnahmen können die Bodenqualität nur auf lange Frist sichern.
(verkürzte Version eines Berichtes der Zeitung "Die Welt" von der Website "Welt Online")

Sandstürme

Monatelange Trockenheit führt dazu, dass die Erde immer lockerer und damit windanfälliger wird. So bedeckte beispielsweise Mitte November 2002 eine riesige Wolke aus feiner Erde Häuser und Autos in Griffith im Bundesstaat New South Wales. Dieser Sturm hatte schätzungsweise drei Millionen Tonnen Sand quer durch die Region geblasen. Es war in dem Gebiet bereits der vierte Sandsturm innerhalb von nur vier Wochen. Wenn Kaltfronten im Westen von New South Wales, die trockenen Erdpartikel vom ausgedörrten Boden aufwirbeln, trägt es riesige Staubwolken bis in die Vororte von Sydney - so zum Beispiel Mitte November 2002 habe. Betroffen sind davondann vor allem die Gebiete um Dubbo und Orange.

Buschbrände

Ernteausfälle

Entsprechend einem Sonderbericht zur Lage des Australian Bureau of Agriculture and Resource Economics (Abare) konnte 2002 nur die Hälfte der Wintergetreide-Ernte eingebracht werden. 2001 waren 34,1 Mio. t Getreide eingebracht worden. 2002 wird die Ernte auf 14,8 Mio. t geschätzt. Die Wezenernte wird bei 10,1 Mio. t liegen (Vorjahr 25 Mio. t). Noch im vergangenen Jahr konnte beispielsweise eine grössere Menge Getreide auch nach Deutschland exportiert werden. Zu den Abnehmern zählen dabei auch Backmischungshersteller wie die Firma Ireks im fränkischen Kulmbach. Ein nicht unbedeutender Abnehmer australischer Weizenexporte ist übrigens auch der Irak. Nur ein schwacher Trost war es für die Farmer, dass sie aufgrund von Ernteausfaellen in den USA und Kanada auch höhere Getreidepreise erzielen konnten.

Wirtschaftliche Folgen

Man vermutet, dass als direkte Folge der Dürre im Jahr 2002 etwa 0,7 Prozentpunkte beim Wirtschaftswachstums fehlen. Damit liegt das aktuelle Wachstum der australischen Wirtschaft bei etwa 3%. Die Inflationsrate ist im dritten Quartal mit 3,2% auf den höchsten Stand seit Einführung der Mehrwetrsteuer im Jahr 2000 angestiegen. Gestiegen sind die Preise für Gemüse, Fleisch und Gefluegel.

Wassersparmassnahmen

Der sorgfältigere und vor allem gezieltere Umgang mit dem Wasser dürfte die geeignetste Massnahme sein, um der grundsätzlichen Wasserknappheit begenen zu können. In Australien läuft Wasser derzeit auf rund 17.000 km durch Bewässerungskanäle. Diese Kanäle könnten (teilweise) überdeckelt oder unterirdisch geführt werden. Die Umweltministerin des Bundesstaats Victoria schlug Ihren Landsleuten im Dezember 2002 vor: "Duscht gemeinsam mit einem Freund".
Es werden die Einführung saisonaler Wasserpreise geprüft, neue Regelungen für die Wiederverwendung von Abwasser ins Auge gefasst. Erstmals überlegt man sich in den Bundesstaaten, ob der Wasserpreis nicht auch die tatsächlichen Kosten widerspiegeln soll. Noch gibt es keine Entsalzungsanlagen zur Gewinnung von Trinkwasser. In Perth wird nun der Bau einer solchen Anlage erwogen. Aus Sicht von Umweltschützern besteht jedoch bei solchen Anlagen eine Gefahr des massiven Austosses von Treibhausgasen unter deren Auswirkungen Australien ohnehin bereits zu leiden hat.

Flussumleitungen

Ein uralter Plan ist die Umleitung australischer Flüsse zugunsten der trockenen Regionen des Landes. Teile dieses Planes sind – auch aus Gründen der Energiegewinnung - bereits verwirklicht in den Snowy Mountains. Nun lebt der Gedanke der Umleitung wieder auf. Dabei soll Flüssen, die im Norden des Kontinentes dem Meer entgegenfliessen Wasser entzogen werden und dieses in das trockene Inland umgeleitet werden. Diese Idee fasziniert Ingenieure schon etwa 100 Jahre. Wissenschaftler sehen diese Überlegungen mit äusserster Skepsis. Das Land könne keineswegs dürresicher gemacht werden und die massiven Umweltschäden seien nur schwer vorhersehbar.
Besonders interessiert an der Verwirklichung eines solchen Projektes schien anno 2002 derzeit das grössten Telekommunikationsunternehmen Australiens - Telstra. Es könnte ein solches Projekt durch den Gewinn aus der Restprivatisierung (ca. 35 Mrd. AU$) unterstützen. Zunächst ist dieser potentielle Finanzier jedoch nicht solvent: Am 26. November 2002 wurde die Privatisierung der Telstra auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Staat will die verbliebenen 50,1 Prozent erst an die Börse bringen, wenn der Aktienkurs attraktiver ist.

Tiere hungern

Kängurus reagieren - wie andere einheimische Arten - auf Dürreperioden durch eine Verzögerung ihrer Reproduktion: Die Embryos wandern erst in den Beutel, wenn wieder ausreichend Nahrung vorhanden ist.
In Zentralaustralien werden Tiere zu Opfern der Trockenheit, die wie keine anderen diesem Klima angepasst sind. Wilde Kamele werden von Zügen des Ghan plattgewalzt, weil sie den spärlichen Morgentau von den Gleisen schlecken.
Kängurus und Emus konkurrieren mit den Nutztieren der Farmer um Wasser und Futter. Sie nähern sich dabei immer öfter an menschliche Siedlungen heran. Die Bauern verlangten im November 2002 eine Erhöhung der Abschussquote auf 9 Mio. Kängrus, für 2002 lag diese beispielsweise bei 6,9 Mio. Tieren.

Mehr zur australischen Tierwelt.

Infos zur Natur Australiens in Englisch
Department of Environment and Heritage

Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation (CSIRO)


Weitere Klima & Wetter Daten in AUSTRALIEN-INFO.DE



Aktuelle Wetterdaten
Die Klimazonen Australiens
Temparatur-Verteilung im langjährigen Mittel
Niederschlagsverteilung in Australien
Die geeignetsten Reisezeiten für die unterschiedlichen Regionen Australiens

Regionalklima in Adelaide, Alice Springs, Brisbane, Cairns, Canberra, Darwin, Hobart, Melbourne, Perth, Sydney


 
 
Wir freuen uns über Ihre Hinweise für Updates und Erweiterungen dieser Seite.
Unsere Redaktion investiert viel Zeit in die Recherche um die Inhalte von AUSTRALIEN-INFO.DE aktuell, übersichtlich und korrekt zu halten. Trotzdem ist nicht auszuschliessen, dass Inhalte dieser Seite nicht tagesaktuell sind.

Sie können uns behilflich sein: Haben Sie Vorschläge zur Aktualisierung oder Erweiterung der Informationen auf dieser Seite? Fehlt ein wichtiger Verweis auf andere Informationsquellen (Internet-Links, Literatur etc.)? Bitte klicken Sie hier und senden Sie uns Ihre Hinweise. Im voraus vielen Dank.

Quicklinks: »Forum     »Newsletter     »FAQ     »Impressum     »Haftungsausschluss     »Kontakt

//
Hauptbereich vergrößern
Hauptbereich verkleinern