Bevölkerungsverteilung & größte Städte



Weites Land, dünn besiedelt

Das sechstgrößte Land der Erde ist mit 7.692.024 Quadratkilometern etwa 21,5 Mal so groß wie Deutschland. Mit seiner vergleichsweise niedrigen Einwohnerzahl ist das weite Land sehr dünn besiedelt. 40% der Einwohner wohnen in Sydney und Melbourne.

Laut der Daten des australischen Statistikamtes leben in Australien Ende März 2017 über 24,5 Millionen Menschen. Australiens Bevölkerung ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Allein zwischen 1997 und 2017 um rund fünf Millionen. Australien plant einen Bevölkerungszuwachs zwischen 140.000 und 220.000 Personen pro Jahr für die nächsten dreißig Jahre. Das Land hat auch eine relativ hohe Geburtenrate und eine wachsende Lebenserwartung.

Bevölkerungs-Karte
Stadt Einwohner
Sydney 5.029.768
Melbourne 4.725.316
Brisbane 2.360.241
Perth 2.022.044
Adelaide 1.324.279
Gold Coast - Tweed 646.983
Newcastle 436.171
Canberra 435.019
Sunshine Coast 317.404
Wollongong 295.669
Hobart 224.462
Geelong 192.393
Townsville 178.864
Cairns 150.041
Darwin 145.916
Toowoomba 114.024
Quelle: (1), Stand Juni 2016
Australiens größte Städte


Bevölkerung je Staat



Bundesstaat   Einwohner in Tausend     Fläche (km²)  
New South Wales 7.838 803.161
Victoria 6.291 227.514
Queensland 4.908 1.734.156
Western Australia 2.576 2.532.428
South Australia 1.721 985.334
Tasmanien 520 67.914
Australian Capital Territory 409 2.349
Northern Teritory 245 1.352.158
Quelle: (1), Stand 03/2017


Weitere Kennziffern und Fakten



  Australien Deutschland Schweiz Österreich
Gesamtbevölkerung in Mio 24,5 82,3 8,7 8,3
Bevölkerungswachstum in % p.a. 1,6 1,2 1.3 1,2
Lebenserwartung in Jahren (m/w) 78,7 / 83,5(1) 76,6 / 82,1 79,1 / 84,0 77,1 / 84,3
Stadt-/Landgefälle in % 88 / 12
(1) Aborigines im Durchschnitt etwa 19 Jahre weniger als weiße Australier

Quellen: (1) - Australien Zahlen für 2017; (3) DE Zahlen für 2016/17 ,(4),(5),(6)


Aboriginal People



Bei der Volkszählung 2016 gaben 649.200 Personen (2,8%) an sich zu den Aboriginals zu zählen. Sie werden in der Volkszählung als "Indigenous Australians" (hauptsächlich Aborigines and Torres Strait Islanders) geführt. Während das Northern Territory Australiens höchsten Anteil an Aborigines und Torres Strait Islander (25,5 Prozent der NT-Bevölkerung) hat, ist New South Wales mit mehr als 216.000 Einwohnern Heimat für Aborigines und Torres Strait Islander. Die Volkszählung ergab auch, dass die Population der Aborigines und der Torres Strait Islander jünger ist als die Gesamtbevölkerung Australiens mit einem mittleren Alter von 23 Jahren im Jahr 2016. Bicht indigene Australier waren 2016 durchschnittslich 38 Jahre alt.

Quelle: (2), Stand 2016


Religion



29,6% der australischen Bevölkerung gaben bei der Volkszählung 2016 an keiner Religion anzugehören. Junge Erwachsene im Alter von 18-34 Jahren gaben zu 39 Prozent an keiner Religion zuzugehören. Der Einfluss der Amtskirchen in Australien nimmt weiter ab. Das Christentum bleibt die häufigste Religion (52 Prozent der Bevölkerung). 1966 bekannten sich noch 88 Prozent der Bevölkerung zum Christentum. Der Katholizismus ist die größte christliche Gruppierung in Australien und macht fast ein Viertel (22,6 Prozent) der australischen Bevölkerung aus. Der Islam (2,6 Prozent) und der Buddhismus (2,4 Prozent) waren die nächst häufig genannten Religionen. Der Hinduismus hatte das größte Wachstum zwischen 2006 und 2016, getrieben durch Zuwanderung aus Südasien.

Quelle: (2), Stand 2016


Eigentum



31% der Haushalte besassen ihre Häuser vollständig. 30,9% der Bevölkerung wohnen zur Miete. 11,5% der Haushalte stehen in finanziellem Stress und müssen mehr als 30% des monatlichen Einkommens für Hypothekenzahlungen oder Mieten ausgeben (2011: 10,4%). Die durchschnittliche wöchentliche Haushaltsmiete liegt bei 335 AUD.

Quelle: (2), Stand 2016


Sprache



2016 gab es in Australien mehr als 300 gesondert identifizierte Sprachen. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent) der Australier sprachen zu Hause eine andere Sprache als Englisch. Nach Englisch waren die nächsten am häufigsten gesprochenen Sprachen Mandarin, Arabisch, Kantonesisch und Vietnamesisch. Tasmanien hatte mit 88 Prozent die höchste Rate von Menschen, die nur englisch zu Hause sprechen, während das Northern Territory mit 58 Prozent die niedrigste Rate hatte.

Quelle: (2), Stand 2016


Historisches Wachstum



Die Zahl der Bevölkerung stieg von 1850 bis 2001 von 1,2 Mio. auf 24,5 Millionen in 2017. Als die Föderation 1901 gegründet wurde, wurden 3,7 Millionen Einwohner gezählt.

1891 waren einer Volkszählung zufolgen 32 Prozent der in Australien lebenden Menschen nicht dort geboren. Dieser Anteil fiel danach kontinuierlich - bis auf zehn Prozent im Jahr 1947. In den 70er- und 80er-Jahren stieg der Prozentsatz der "overseas-born population" dann wieder auf rund 20 Prozent an. Im Jahr 2008 erreichte der Migranten-Anteil erstmals seit mehr als hundert Jahren 26 Prozent.

Die Volkszählung 2016 zeigt, dass zwei Drittel (67 Prozent) der australischen Bevölkerung in Australien geboren wurden. Fast die Hälfte der Australier (49 Prozent) war entweder im Ausland geboren (erste Generation Australier) oder ein oder beide Elternteile waren im Ausland geboren (zweite Generation Australier). Während England und Neuseeland nach Australien immer noch das am weitesten verbreitete Geburtsland waren, ist der Anteil der in China und Indien geborenen Personen seit 2011 gestiegen (von 6,0 Prozent auf 8,3 Prozent bzw. 5,6 Prozent auf 7,4 Prozent ). Von den 6.163.667 im Ausland geborenen Personen war seit Anfang 2012 fast jeder Fünfte (18 Prozent) angekommen.

Quelle: (2), Stand 2016


Zukünftiges Wachstum



Für das Jahr 2004 wurde das Überschreiten der 20-Millionen-Einwohner-Marke prognostiziert, 2010 lebten bereits mehr als 22 Millionen Menschen in Australien. Die 25-Millionen-Marke könnte 2018/19 erreicht werden.

Ohne Einwanderung wäre das Bevölkerungswachstum seit 1976 rückläufig. Immer wieder wird in Australien darüber diskutiert, wieviel Bevölkerungswachstum sinnvoll und wünschenswert ist. Zwischen 2005 und 2011 wurde der größte Bevölkerungszuwachs in der Region Perth bis Margaret River sowie an der Sunshine Coast verbucht.

Das Bevölkerungswachstum wird von der australischen Politik forciert. Gleichzeitig müssen eine Reihe von Folgen berücksichtigt werden: Die Anbaufläche der Landwirtschaft wird geringer, weil sich die Städte ins Landesinnere ausbreiten und meistens dabei Land bebaut wird, das bislang attraktives Ackerland ist. Eine mögliche Lösung wäre es statt in die Fläche mehr in die Höhe zu bauen. Sydney würde 2050 übrigens auch täglich rund 70 Tonnen Müll erzeugen, wenn das Wachstum wie erwartet eintrifft. Auch das ist eine Herausforderung.


Quellen



Quellen:
(1) Australian Bureau of Statistics
(2) Australian Bureau of Statistics, Volkszählung Juni 2001
(3) Statistisches Bundesamt Deutschland
(4) Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Deutschland)
(5) Bundesamt für Statistik (Schweiz)
(6) Statistik Austria


 
 
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