Einleitung



Wir fragten: Fliegen - Freude oder Frust?

Dies ist die mutmasslich umfangreichste und übergreifendste Umfrage zur Qualität der Verbindungen zwischen Deutschland, Österreich, der Schweiz und Australien. Das Airlinebarometer wird nicht nur von den Reisenden selbst sondern auch von sehr vielen Reisebüros und Reiseveranstaltern als sehr wichtige Auswahlhilfe bei Entscheidung für die geeignete Fluglinie genutzt. Wir sehen diese Beliebtheit als Verpflichtung und präsentieren nachfolgend die Auswertung des Airlinebarometers 2005.

Bei allen Teilnehmern der Umfrage bedanken wir uns an dieser Stelle herzlich, dass Sie sich die Zeit genommen haben unseren ausführlichen Fragebogen auszufüllen.

Ergebnisse der vorangegangenen Umfrage: 2001 (Nur auf unserer "alten" Seite verfügbar)
2002 (Nur auf unserer "alten" Seite verfügbar)
2003 (Nur auf unserer "alten" Seite verfügbar)
2004 (Nur auf unserer "alten" Seite verfügbar)
2006/2007.

Falls Sie in diesem oder im letzten Jahr selbst (wieder) nach Australien geflogen sind, bitten wir Sie sich an unserer aktuellen Umfrage zu beteiligen.

Hinweis: Seit dem Jahr 2006 wurde der Umfragezeitraum auf 18 Monate erweitert. Daher gibt es kein explizites Airlinebarometer für das Jahr 2006.

Hinweis: Interessierte Personen und Unternehmen (z.B. Mitarbeiter aus der Tourismusindustrie wie Fluglinien, Reiseveranstalter, Reisebüros...) können gegen eine aufwandsbezogene Schutzgebühr die jeweils individuell interessierenden Aspekte einer vertiefenden ausführlichen Auswertung anfordern. Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage per e-Mail, aus der hervorgeht welche Aspekte für Sie von Interesse sind (z.B. auch Erstellung eines detaillierten Stärken-/Schwächenprofiles von einzelnen Fluglinien)


Umfrage-Teilehmer 2005



Teilnehmerzahl

Aus der fünften Umfragewelle des "Airlinebarometers" von Oktober 2004 bis September 2005 haben wir über 550 auswertungsfähige Antworten erhalten. Doppeleinsendungen, unvollständige Fragebögen etc. wurden selbstverständlich ausgefiltert.

Ausgewertete Zeiten

Es wurden nur Bewertungen für Flüge berücksichtigt, die 2004 oder 2005 stattfanden.

Expertise

Unter unseren Umfrageteilnehmern sind erstaunlich viele, die sehr häufig mit dem Flugzeug reisen, darunter auch viele die geschäftlich des öfteren auf der Australien-Route unterwegs sind. In den Kommentaren finden sich häufig Vergleiche zu früheren Flugerfahrungen mit derselben oder einer anderen Fluglinie, die mal besser, mal schlechter ausfielen.


Marktfaktoren



Das Flugjahr 2004/05 war gekennzeichnet durch einen massiven Anstieg der Ölpreise, der sich bei den Fluggesellschaften in starken Kerosinzuschlägen zeigte. Die Nachfrage für Flüge nach Australien aus Europa nahm leicht zu, der Wettbewerb auf der Australien-Route unter den Fluglinien ebenfalls. Insbesondere die Emirates setzte Impulse durch das Angebot zusätzlicher Flugfrequenzen und einen aggessive Expansionspolitik. Gebremst wird ein weiteres Wachstum aus dem deutschsprachigen Markt weiterhin durch die Wachstumschwäche und generelles Unsicherheitsgefühlt in Deutschland.

Uns interessiert bekanntermassen in erster Linie die Qualität. Aber auch die Quantität ist einen Blick wert, gerade weil sich hier eine andere Reihenfolge als in der Qualitätswertung ergibt. Die "Wahlbeteiligung" für unser Airlinebarometer ist durchaus ein Gradmesser für die Verschiebungen im Markt, wenngleich es keinen Rückschluss auf die tatsächlichen Passagierzahlen zulässt. Schliesslich ist unsere Umfrage streng wissenschaftlich gesehen nicht repräsentativ.

Ob Reisende einer Fluglinie unseren sehr ausführlichen Fragebogen beantworten, hängt auch von Faktoren ab, die die Fluggesellschaften nur teilweise beinflussen können, wie die Motivation überhaupt an solchen Umfragen teilzunehmen.

Trotz dieser Einschränkung: Die Wahlbeteiligung beim Airlinebarometer zeigt, welche Fluglinie es versteht Marktanteile zu gewinnen. Sei es durch Produktverbesserung, Differenzierung, Preisaktionen oder Aufnahme neuer Ziele beziehungsweise Änderungen in der Routenführung. Genau so zeigt sich auch wer sich in der Gunst unserer Nutzer auf dem absteigenden Ast befindet.

Wahlbeteiligung (Marktanteile)


Airlinebarometer 2005 Wahlbeteiligung
Klicken Sie auf das Bild um eine vergrößerte Ansicht sehen zu können.
In der "Wahlbeteiligung" lag die Qantas weiterhin ganz vorne und hat nur minimal eingebüsst. Fast ein Drittel aller Umfrageteilnehmer wählten die Qantas. Der Vorsprung auf den Zweitplazierten Singapore Airlines blieb gleich. Die Preisaktionen nach dem Irak-Krieg und SARS-Krise aus 2003 zeigten auch in dieser Umfrage noch Wirkung. Nach wie vor der Trumpf der Känguru-Fluglinie: Die Möglichkeit die nördlichen Destinationen Darwin oder Cairns direkt aus Südostasien anfliegen zu können und mit Qantas günstige Inlandsflüge zu absolvieren. Besonders trickreich gezündet hat die zeitweilige Marketing-Aktion mit "1 Euro pro Inlandsflug", die die Qantas verstärkt als "die" Fluglinie für Australien in vielen Köpfen festsetzte.

Für 2004/05 heisst der Gewinner eindeutig: Emirates. Die Emirates hat die Singapore Airlines deutlich überholt. Sie liegt in der Wahlbeteiligung nun vor der Singapore Airlines - eine starke Leistung. Die Araber füllen weiter ihre Sitzplätze.

Erneut leichte Einbussen am Stimmenanteil und dmit nur noch Platz 3 - die Singapore Airlines.

Für eine Reihe weiterer Fluglinien erhielten wir Bewertungen, jedoch nicht in einer Anzahl, die ein verlässliches, durchschnittliches Bild von der Qualität ergeben könnte.


Hinweise zur Bewertung des Ergebnisses



Ob der Sieger unseres Airlinebarometers auch die Fluglinie Ihrer Wahl für Ihre Australien-Reise ist, hängt ausser den Faktoren, die in unserer Umfrage berücksichtigt wurden von weiteren individuellen Erwägungen ab. Von besonderer Bedeutung ist dabei, ob das Flugnetz auch zu Ihrer Reiseplanung passt und - falls Sie Meilensammler sind - ob die Fluglinie Meilengutschriften für das Vielfliegerprogramm anbietet an dem Sie teilnehmen. Die grosse Auswahl an Flughäfen zur Ankunft in Australien war beispielsweise im Umfragezeitraum eine Trumpfkarte der Qantas. Teilnehmer des Miles & More-Programmes wählten für eine Australien-Reise dagegen auf den Flügen der Star Alliance Partner (z.B. Air New Zealand, Austrian/Lauda, Singapore Airlines, Thai, United und auf Teilstrecken eventuell die Lufthansa)

Weitere Auswahlkriterien finden Sie auf unserer ausführlichen
Checkliste zur Fluglinienauswahl.


Auswahlkriterien für eine Fluglinie



Wir baten unsere Nutzer zunächst unabhängig von der Auswahl einer bestimmten Fluglinie allgemeine Kriterien für ihre Entscheidung zugunsten einer Airline zu nennen. Interessant sind die Verschiebungen in den Prioritäten zu beobachten, die die Passagiere unterschiedlicher Fluglinien haben. Wir haben einige Beispiele davon herausgepickt. Ausgeklamert haben wir dabei "persönliche Schicksale" wie z.B. den "nervigen Sitznachbar" , "fürchterlich-polternde deutsche Pauschaltouristen" oder "laute Kinder", die nicht im Einflussbereich der Fluglinie liegen.

Wertungskriterien 1
absolut
wichtig
2
sehr
wichtig
3
ziemlich
wichtig
4
weniger
bedeutsam
5
ziemlich
unwichtig
6
völlig
unwichtig

1. Sicherheit
Renomeée der Fluglinie
1,48
2004: 1,50
2003: 1,45
2002: 1,46
2001: 1,51
Nahezu unverändert in seiner Bedeutung auf Platz 1: Die Sicherheit beim Fliegen ist den Nutzern von AUSTRALIEN-INFO.DE der wichtigste Aspekt beim Fliegen - egal mit welcher Airline sie nachher geflogen sind. Allerdings lässt sich auch herauslesen, dass Sicherheit einfach als grundlegender Faktor implizit erwartet wird.
Für die objektive Differenzierung des Angebotes einer Fluglinie eignet sich dieser Faktor nur begrenzt. Das wichtigste Kapital einer Fluglinie - die "gefühlte Sicherheit" - ist ein eher emotionaler Wert, der auf dem Glauben an ein Sicherheitsversprechen beruht. Kaum ein Passagier ist in der Lage einzuschätzen, wie er selbst gewöhnliche technische Vorgänge während des Fluges rational zu bewerten hat. Er beutreilt vielmehr die Kommunikationsleistungen des Marketings sowie des Boden- und Bordpersonals auf seine Glaubwürdigkeit.
In der Gewichtung des Faktors Sicherheit als Auswahlkriterium gibt es unter den Passagieren der ausführlich ausgewerteten Fluglinien keine auffallenden Ausprägungen.
2. Sitzkomfort
Sitzplatzabstand etc.
1,84
2004: 1,85
2003: 1,86
2002: 1,90
2001: 1,98
Konstant sehr wichtig: Die Sitzplatzqualität. Insbesondere die Passagiere der Business Class und der First Class legen besonders hohen Wert auf dieses Entscheidungskrtierium. Da hier die Kriterien wirklich scharf messbar sind, haben wir auf einer Sonderseite eine entsprechende Übersicht zusammengestellt.
Einen auffallend hohen Wert auf die Qualität des Sitzkomforts legen die Kunden der British Airways und der Malaysian. Dicke Pluspunkte werden den Fluglinien vergeben, die eine Reservierung der Sitzplätze vor dem Check-In ermöglichen. Diese Serviceleistung wird insbesondere von Vielreisenden als einer der wichtigsten Servicefatoren überhaupt angesehen.
3. Fluggerät
Alter des Flugzeuges
2,24
2004: 2,21
2003: 2,15
2002: 2,16
2001: 2,14
Dieser Punkt wird als korrelierend zur Sicherheit des Flugzeuges gesehen. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es eine leichte Abschwächung in der Bedeutung. Er spielt aber bei der Bewertung der Airlines nachher eine entscheidende Rolle.
Unter den Kunden der ausführlich ausgewerteten Fluglinien gewichten die Reisenden der Emirates diesen Punkt auffallend hoch. Umgekehrt fallen die Kunden der Korean auf, die die Bedeutung des Fluggerätes stark unterdurchschnittlich werten.
4. Flugpreis
möglichst billig
2,24
2004: 2,27
2003: 2,17
2002: 2,40
2001: 2,51
och im Jahr 2003 war der Flugpreis enorm in seiner Bedeutung gestiegen. 2004 hat dies wieder etwas nachgelassen, 2005 aber wieder angezogen Der Preis als Auswahlargument wurde nun gleichrangig zum Fluggerät in der Rangfolge der Auswahlkriterien gewertet.
Die Bereitschaft ein paar Euro mehr zu zahlen war am ausgeprägtesten bei den Kunden der Thai, der Singapore Airlines und Austrian Airlines (bie letzteren war es 2004 noch umgekehrt).
Ein besonders überdurchschnittliches Gewicht auf den Preis als Auswahlkriterium bei der Fluglinie legten die Reisenden, die mit Japan Airlines flogen. Dies legt die Vermutung nahe, dass die JAL stark über Preisargumente Kunden hinzugewinnen konnte. Im Vorjahr war dies noch eine Aussage der Korean-Kunden.
5. Minimale Flugdauer
Möglichst direkte Verbindungen
2,48
2004: 2,40
2003: 2,50
2002: 2,59
2001: 2,55
Die Flugdauer verlor in 2005 als Selektionskriterium wieder etwas an Bedeutung und liegt nun etwa beim Wert von 2003. Dieser Aspekt wurde 2004 von den Kunden der Austrian Airlines (Lauda) besonders überdurchschnittlich gewichtet. Wer dagegen mit JAL oder Korean oder Cathay flog, legte nach unserer Umfrage weniger Wert auf direkte Verbindungen.
6. Essen & Trinken
Menüqualität etc.
2,56
2004: 2,55
2003: 2,53
2002: 2,54
2001: 2,56
Nahezu unverändert hat sich seit Beginn der Umfrage die Bedeutung der Bordverpflegung. Im Einzelranking der Fluggesellschaften war dieser Punkt dann durchaus ausschlaggebend für die Auf- oder Abwertung einer Fluglinie.
Besonders über- oder unterdurchschnittliche Bedeutung hat der Faktor Essen und Trinken bei den Passagieren keiner unserer ausführlich ausgewerteten Fluglinien.
7. Bordservice
kleine Aufmerksamkeiten
2,59
2004: 2,57
2003: 2,57
2002: 2,66
2001: 2,68
Der Bordservice wird als Entscheidungskriterium seit 2003 kaum verändert gewichtet. Für die Benotung in dieser Kategorie ist unter anderem ausschlaggebend ob des öfteren unaufgefordert Getränke serviert werden oder sich das Personal über Stunden während des Nachtfluges kaum oder gar nicht blicken lässt. Dieser Bereich gilt seit Jahren als Domäne der asiatischen Fluglinien.
Die Passagiere der Singapore Airlines sehen diesen Punkt als überproportional bedeutend (Wenn da nicht mal die Werbung mit der Ikone des freundlichen Bordservices - dem "Singapore Girl" - im Hinterkopf gewirkt hat...).
Äusserst gering ist die Erwartungshaltung von Passagieren der Royal Brunei und der Thai - viele beurteilen den Bordservice dort als "weniger bedeutsam" oder "unwichtig". Überspitzt gesagt: Für die Umfrageteilnehmer, die mit diesen beiden Fluglinien gereist sind schien zu gelten "Hauptsache billig geflogen, egal wie".
8. Unterhaltungsprogramm
Video am Sitzplatz etc.
2,81
2004: 2,81
2003: 2,78
2002: 2,94
2001: 3,14
Nahezu unverändert in der Bedeutung für die Fluglinienauswahl ist das Unterhaltungsprogramm an Bord. Die Innovationsspirale geht in Klassen weiter. Die Passagiere werden zunehmend anspruchsvoller. Individuelle Videobildschirme im Vordersitz werden von den meisten Reisenden mittlerweile als Standard erwartet. Jetzt hält bereits "Audio und Video on Demand" in manch eine Economy Class Einzug. Und vor alle wird erwartet dass viel beworbene Unterhaltungsangeboz auch funktioniert.
Dieser Punkt war erneut ausschlaggebend für deutliche Auf- oder Abwertungen einzelner Fluglinen, die in letzter Zeit in diesem Punkt investiert hatten, bzw. der Entwicklung hinterher hinken.
In diesem Segment ist die Erwartungshaltung der Passagiere der Austrian (Lauda), Japan Airlines und Singapore Airlines am höchsten. Zurückhaltender in Ihren Ansprüchen sind die Passagiere der Malaysian.
9. Kommunikation
Telefon / Internet am Sitzplatz etc.
4,73
2004: 4,73
2003: 4,80
2002: 4,83
2001: 4,82
Weiterhin nahezu bedeutungslos ist für die Umfrageteilnehmer, die in der Economy Class fliegen die Frage, ob an Bord E-Mails versendet werden können und ob es Laptopanschlüsse angibt.
Passagiere der First und Business Class wissen diese Möglichkeiten durchaus zu schätzen, verleihen Ihnen aber bei der Selektion einer Fluglinie nicht das dominante Gewicht.
Leicht überdurchschnittliche Bedeutung - wenn auch auf sehr geringem Niveau - messen diesem Punkt die Passagiere der Thai und der British Airways bei.

Im Detail: Die Auswertung - jetzt auf zwei eigenen Seiten.

AIRLINEBAROMETER 2005: Rangliste der Fluglinien
AIRLINEBAROMETER 2005: Stärken-/Schwächenprofile


Weitere Informationen zum Fliegen in AUSTRALIEN-INFO.DE (Auswahl)



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